Neue Hinweise

"Aktenzeichen XY": Wende im Mallorca-Mordfall um "Bierkönig"-Gründer?

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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Aktenzeichen XY – So funktioniert der ZDF-Klassiker

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Fast 29 Jahre nach dem spektakulären Mord an Bierkönig-Gründer Manfred Meisel auf Mallorca gibt es mehr als 100 neue Hinweise - auch aus dem engsten Umfeld. Auslöser war die Sendung "Aktenzeichen XY… International".

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der "Aktenzeichen XY… International"-Sendung gingen im Mordfall Manfred Meisel mehr als 100 Hinweise ein.

  • Die Staatsanwaltschaft Frankfurt sieht Anzeichen für neue Aussagebereitschaft im damaligen Umfeld der Opfer.

  • "Bierkönig"-Gründer Meisel, sein Sohn und eine Angestellte wurden 1997 auf Mallorca erschossen.

Im ungelösten Mordfall um den Gründer des Mallorca-Lokals "Bierkönig", Manfred Meisel, gibt es neue Hoffnung auf Aufklärung. Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… International" vom 7. Oktober sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt mehr als 100 Hinweise eingegangen. Die Ermittler:innen prüfen nun die neuen Spuren.

Besonders relevant könnten Angaben aus dem damaligen engen Umfeld von Meisel sein. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sprach von "Loyalitätsverschiebungen", wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Es deute sich an, dass bei einigen Personen nun eine "weitere Aussagebereitschaft" vorhanden sei. Auch ZDFheute berichtet, Hinweise seien unter anderem aus dem früheren Umfeld des Gastronomen bei den Behörden eingegangen.

Die Ausstrahlung von "Aktenzeichen XY... International" hat "interessante Hinweise" zur Ermordung von "Bierkönig"-Legende Manfred Meisel vor knapp 30 Jahren auf Mallorca gebracht.

Bild: ZDF und Juan Amengual Cañellas


Auch in den News:

"Aktenzeichen XY" bringt neue Hinweise beim "Bierkönig"-Mord

Manfred Meisel, sein achtjähriger Sohn Patrick und die Tierpflegerin Claudia Leisten waren in der Nacht zum 12. November 1997 auf Meisels Finca bei S’Aranjassa auf Mallorca erschossen worden. Meisel hatte den "Bierkönig" mitgegründet, eines der bekanntesten Lokale an der Playa de Palma.

Der oder die Täter:innen gingen nach Angaben der Ermittlungsbehörden professionell und gezielt vor. Als mögliche Motive gelten Rivalitäten um Meisels wertvolle Vogelzucht. Die Ermittler:innen schließen zudem Verbindungen zur organisierten Kriminalität nicht aus. Bis heute wurde niemand für die Tat verurteilt.

Weil Meisel deutscher Staatsbürger war und vor seinem Umzug nach Mallorca in Frankfurt am Main gemeldet gewesen war, ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt seit der Tat parallel zur spanischen Mordkommission. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit spielt bei dem lange ungeklärten Fall eine zentrale Rolle.

Hinweise zu Kriminalfällen aus mehreren Ländern

Die internationale Ausrichtung der ZDF-Sendung könnte nun helfen, weitere Zeug:innen zu erreichen. Staatsanwalt Dominik Mies sagte ZDFheute, es seien "interessante Hinweise" nicht nur aus Deutschland und Spanien, sondern auch aus weiteren europäischen Ländern eingegangen.

Wir sind aus dem Telefonieren gar nicht mehr rausgekommen

Fabian Puchelt vom LKA Bayern

Auch Fabian Puchelt vom Bayerischen Landeskriminalamt berichtete von einem besonders hohen Anrufaufkommen nach der Ausstrahlung. "Wir sind aus dem Telefonieren gar nicht mehr rausgekommen", sagte er. Die Hinweise würden nun von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt ausgewertet.



Verwendete Quellen:

ZDFheute: ""Interessante Hinweise" zum Mord am "Bierkönig"-Betreiber"

Nachrichtenagentur dpa

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