Nach Trumps Diesel-Deal

Selenskyj fühlt sich im Ukraine-Krieg von Trump verraten

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Keine Warnung? Selenskyj kritisiert USA

Videoclip • 01:48 Min • Ab 12


Das Verhältnis zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump bleibt angespannt. Selenskyj spricht nach Trumps Diesel-Deal mit Putin von Betrug.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fühlt sich im Ukraine-Krieg offenbar von den USA im Stich gelassen.

  • Selenskyj sieht Trump auf der falschen Seite stehen.

  • Vor wenigen Tagen hatte Trump einen weitreichenden Diesel-Deal mit Russland verkündet.

Wolodymyr Selenskyj kritisiert Donald Trump: Der ukrainische Präsident fühlt sich durch den Diesel-Deal von Trump mit Russland und andere Schritte der US-Führung betrogen. Auf eine entsprechende Frage des britischen Moderatoren Piers Morgan antwortete Selenskyj während seines Besuchs in London: "In der Tat, ja, unter uns gesagt." Zu den Handlungen von Trump sagte er, das sei "nicht die richtige Seite der Geschichte".

Angriffe trotz Trumps Energie-Waffenstillstand

Morgan schloss in seine Frage auch Trumps Behauptung ein, dass ein Energie-Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine vereinbart worden sei. Dem seien russische Bombardements auf ukrainische Energieanlagen gefolgt. Selenskyj sagte, die Lage sei komplizierter als seine Emotionen, es gehe nicht nur um ihn. "Unser Land muss überleben", sagte er.

Auf seiner Plattform Truth Social hatte Trump nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verkündet, Russland werde umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung stellen. Dafür sollten Sanktionen ausgesetzt werden.

Auch in den News:

Trump soll "in der Mitte" bleiben

"Es ist schade, dass wir einen starken Partner verlieren", beschrieb Selenskyj seine Reaktion. Die Ukraine könne sich keine Schwäche erlauben. "Wir verkaufen unser Land nicht." Es gehe nicht um Business, sondern um das Leben, das eigene Land. Es sei schmerzhaft, wenn Trump nicht ihre Seite wähle, sagte der ukrainische Präsident. Es sei okay, wenn der US-Präsident "in der Mitte" stünde. "Aber wenn man in der Mitte ist, muss man in der Mitte bleiben." Er wisse nicht, wer Trump auf die falsche Seite dränge. "Aber das ist nicht die richtige Seite der Geschichte", sagte Selenskyj.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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