Schwerer Schlag

Schicksalsschlag trifft Familie Prevost doppelt: Auch Papst-Bruder kämpft gegen Krebs

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von Emre Bölükbasi

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Gläubige sorgen sich um Papst Leo XIV.

Videoclip • 01:44 Min • Ab 12


Während Leo XIV. nach seiner Lungen-OP in der Klinik liegt, offenbart sich: Sein älterer Bruder Louis befindet sich ebenfalls in stationärer Behandlung – wegen einer schweren Blutkrebserkrankung.

Die Familie Prevost steht vor einer doppelten Prüfung. Kaum hat die Welt erfahren, dass Papst Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt ist und sich einer Operation unterziehen musste, kommt die nächste erschütternde Nachricht: Louis Prevost, der älteste der Prevost-Brüder, kämpft ebenfalls gegen eine ernste Krebsdiagnose.

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Louis Prevost: Kampf gegen ein Mielom

Der 74-jährige Louis lebt in Tampa im US-Bundesstaat Florida und erhält dort derzeit klinische Behandlung wegen eines sogenannten Multiplen Myeloms – einer bösartigen Erkrankung, bei der sich Zellen des körpereigenen Abwehrsystems, die sogenannten Plasmazellen, krankhaft verändern und die Blutbildung im Knochenmark beeinträchtigen. Die Ursache dieser Erkrankung ist medizinisch nicht abschließend geklärt. Als Risikofaktor gilt unter anderem ein höheres Lebensalter. Typische Begleiterscheinungen sind Rückenschmerzen, Blutarmut sowie Nierenschäden.

Bereits im Jahr 2017 erhielt Louis Prevost diese Diagnose, 2019 unterzog er sich einer Stammzellenbehandlung, woraufhin die Krankheit lange Zeit unter Kontrolle blieb. Wie es ihm heute konkret geht, ließ seine Ehefrau Deborah Prevost in einem Fernsehinterview offen.

Zwei Brüder, zwei Diagnosen – ein Telefonat kurz vor der OP

Was die Situation besonders bewegend macht: Die beiden Brüder haben kurz vor dem Eingriff am Dienstag (13. Oktober) miteinander gesprochen. Dem Papst – mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – lag es demnach am Herzen, seinen Bruder persönlich über den bevorstehenden Eingriff zu informieren. Louis Prevost berichtete dem US-Sender Newsmax, er habe nach der Operation eine Nachricht aus dem engsten Umfeld des Papstes erhalten: Leo sei wach, fühle sich gut und habe keine Schmerzen.

Die öffentliche Bekanntgabe des Knotens in der päpstlichen Lunge, die Leo XIV. überraschend am Sonntag (11. Oktober) vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz vornahm, hatte seinen Bruder zutiefst getroffen. Louis Prevost bezeichnete den Moment als "ziemlichen Schock" – das habe ihn, der selbst mit der Krankheit ringt, regelrecht erschüttert.


"Wir beten für beide"

Deborah Prevost fasste die Lage ihrer Familie in schlichte, aber eindringliche Worte: "Wir beten weiter und hoffen für beide auf das Beste." Louis Prevost hatte zuvor in einem Interview mit einer italienischen Tageszeitung öffentlich zu Gebeten für seinen Bruder aufgerufen.

Für Leo XIV., dem am Dienstag in einer 90-minütigen Operation der untere Lappen der rechten Lunge entfernt wurde, soll der Genesungsverlauf nach Angaben des Vatikans derzeit den Erwartungen entsprechen. Ob der Krebs damit vollständig besiegt ist, bleibt vorerst ungewiss.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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