ZDF-Sendung
Erste Hinweise nach XY-Sendung: Bewegung im Mallorca-Dreifachmord
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Aktenzeichen XY – So funktioniert der ZDF-Klassiker
Videoclip • 01:17 Min • Ab 12
Fast 30 Jahre nach der Tat meldeten sich während "Aktenzeichen XY… International" Menschen aus dem Umfeld des Opfers. Auch im Fall eines seit 2016 vermissten Niederländers gibt es neue Ansatzpunkte.
Das Wichtigste in Kürze
Bei der ersten Ausgabe von "Aktenzeichen XY… International" ermittelten Polizeibehörden aus vier Ländern gemeinsam: Deutschland, Schweiz, Niederlande und Tschechien.
Der Mallorca-Dreifachmord ist in Spanien längst verjährt – weil Mord in Deutschland nicht verjährt, ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt weiter.
Im Vermisstenfall Sidney Lute setzte die Polizei KI-generierte Alterungsfotos ein, um zu zeigen, wie der Verschwundene heute aussehen könnte.
Nach der ersten Ausgabe von "Aktenzeichen XY… International" liegen den Ermittlungsbehörden mehrere neue Hinweise vor. Das berichtet das ZDF im Nachgang zur Sendung vom Mittwochabend (7. Oktober). Den stärksten Widerhall fand der Fall eines Dreifachmords, der fast drei Jahrzehnte zurückliegt.
In der Sendung baten die Ermittler:innen gemeinsam um Zuschauer:innenhinweise. Ausgestrahlt wurde sie zeitgleich im ZDF, im Schweizer Fernsehen und als Livestream auf dem YouTube-Kanal "ZDF True Crime".
Auch in den News:
Dreifachmord auf Mallorca: Zeugen aus dem Umfeld melden sich
Im Mittelpunkt stand der Fall des "Bierkönig"-Betreibers Manfred Meisel. Er wurde 1997 auf Mallorca getötet – zusammen mit seinem achtjährigen Sohn Patrick und der Tierpflegerin Claudia Leisten. In Spanien ist die Tat inzwischen verjährt. In Deutschland gilt für Mord keine Verjährungsfrist, deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt weiter.
Während der Ausstrahlung meldeten sich dem ZDF zufolge mehrere Menschen aus dem persönlichen Umfeld des Millionärs und seiner Familie. Ob die Angaben die Ermittlungen voranbringen, ist offen – das werde sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.
Vermisster Sidney Lute: Mögliche Sichtungen gemeldet
Neue Spuren gibt es auch im Fall des Niederländers Sidney Lute. Der damals 19-Jährige verschwand vor fast zehn Jahren: Am 10. Dezember 2016 wurde er in einem Zug nach Straßburg kontrolliert. Ob er dort ausstieg und wie geplant weiter nach Colmar fuhr, ist unklar.
Seine Mutter Natasja Alderliefste äußerte im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne die Vermutung, ihr Sohn könnte heute auf der Straße leben. Die Polizei ließ mit Künstlicher Intelligenz sogenannte Aging-Fotos erstellen, die zeigen sollen, wie Lute inzwischen aussehen könnte. Nach der Ausstrahlung meldeten sich Anrufer:innen, die ihn gesehen haben wollen. Die zuständige Polizei in Nordholland will jeder dieser Spuren nachgehen.
Auch bei der Fahndung nach Andrian Cravcenco gingen Hinweise ein, mehrere davon aus dem benachbarten Ausland. Zuschauer:innen gaben an, den Gesuchten gesehen zu haben. Gegen ihn liegt ein europäischer Haftbefehl vor. Ihm werden die Beteiligung an zwei Einbruchserien in den Jahren 2019 und 2021 sowie ein Raubüberfall am 23. Oktober 2021 in Heilbronn vorgeworfen. Die Zielfahnder haben nach ZDF-Angaben nun neue Ansatzpunkte.
Verwendete Quellen:
ZDF heute: "Das sind die ersten Ergebnisse zu den Fällen"
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