Russland im Visier
Sabotage in Polen: Verdächtiger nach Bahnanschlag festgenommen
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von dpaIn Polen hatte ein Sabotageakt stattgefunden, bei dem die Explosion eines an dieser Stelle platzierten Sprengsatzes die Bahnstrecke beschädigte.
Bild: Przemyslaw Piatkowski/PAP/dpa
Der nun festgenommene Ukrainer soll seine Komplizen an die Bahnlinie geführt und ihnen gezeigt haben, wie sie den Sprengstoff anbringen. Die Hauptverdächtigen sind weiter auf der Flucht.
Das Wichtigste in Kürze
Ein dritter Verdächtiger wurde nach dem Anschlag auf eine Bahnstrecke in Polen festgenommen.
Die Täter sollen im Auftrag russischer Geheimdienste gehandelt haben.
Polen sieht eine wachsende Gefahr für weitere Sabotageakte.
Gut eine Woche nach dem Sprengstoffanschlag auf eine Bahnstrecke in Polen haben die Ermittler:innen einen dritten Tatverdächtigen ausgemacht und festgenommen. Der ukrainische Staatsbürger soll den beiden flüchtigen Hauptverdächtigen bei der Vorbereitung des Anschlags geholfen haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Den Erkenntnissen zufolge habe er seine Landsleute im September an die Bahnstrecke geführt, sie mit dem Gelände bekannt gemacht und ihnen gezeigt, wo sie den Sprengstoff deponieren sollen.
Mitte November waren an der strategisch wichtigen Bahnstrecke von Warschau nach Lublin bei einer Explosion die Gleise zerstört worden. Weil ein Zugführer die Beschädigung bemerkte und meldete, wurde niemand verletzt. An der gleichen Strecke wurden noch weitere Beschädigungen festgestellt.
Hauptverdächtige haben sich nach Belarus abgesetzt
Die Ermittler:innen gehen davon aus, dass zwei ukrainische Staatsbürger im Alter von 39 und 41 Jahren den Sabotageakt im Auftrag russischer Geheimdienste ausgeführt haben. Nach der Tat sollen sie sich über die Grenze nach Belarus abgesetzt haben. Das autoritär regierte Land ist ein Verbündeter Moskaus.
Im EU- und NATO-Land Polen, das einer der engsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine ist, herrscht seit Kriegsbeginn Angst vor russischen Sabotageakten. Besonders das Eisenbahnnetz gilt als mögliches Ziel, denn viele Militärtransporte in die Ukraine laufen über Polen in das Nachbarland. Die betroffene Strecke führt von der Hauptstadt Warschau zum Grenzort Dorohusk und von dort weiter in die Ukraine.
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