Iranische Friedensnobelpreisträgerin
Narges Mohammadi in "Lebensgefahr": Bruder spricht von kritischem Zustand in Haft
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Unermüdlicher Kampf: Iranerin Narges Mohammadi erhält Friedensnobelpreis (Oktober 2023)
Videoclip • 01:53 Min • Ab 12
Nach einem Herzinfarkt und Gewichtsverlust bangt die Familie der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi um ihr Leben. In Haft bekomme sie kaum Hilfe.
Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach Angaben ihres Bruders in einem kritischen Gesundheitszustand. Hamid‑Reza Mohammadi schrieb auf der Plattform X, seine Schwester sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe deutlich an Gewicht verloren. Die Familie sei zutiefst besorgt um ihr Leben.
Zugleich wird die medizinische Versorgung im Gefängnis erneut scharf kritisiert. Unterstützer:innen erklärten, Mohammadi erhalte nicht die dringend notwendige Behandlung. Bereits in der Vergangenheit gab es Berichte, wonach ihr trotz ernsthafter Herzprobleme eine spezialisierte kardiologische Versorgung verwehrt worden war. Die Haftbedingungen im Iran stehen damit erneut im Fokus internationaler Menschenrechtsorganisationen.
Mohammadi sitzt nach Angaben ihres Umfelds im Zentralgefängnis der Stadt Sandschan ein. Anfang Februar ist sie laut ihrem Anwalt erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden, zudem gilt gegen sie ein zweijähriges Ausreiseverbot. Die Aktivistin hatte 2023 den Friedensnobelpreis erhalten – für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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