Mindestens 16 Tote
Nach antisemitischem Anschlag: Australien prüft schärfere Waffengesetze
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
16 Tote nach Terrorakt in Sydney
Videoclip • 01:39 Min • Ab 12
Der Anschlag mit mindestens 16 Todesopfern hat Australien erschüttert. Die Regierung kündigt erste politische Konsequenzen an.
Das Wichtigste in Kürze
Nach dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney erwägt die australische Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze.
Die Ermittler haben die beiden Angreifer als Vater und Sohn identifiziert.
Nach dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney erwägt die australische Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze. Er werde eine Begrenzung der Anzahl der Waffen sowie eine Überprüfung bestehender Lizenzen vorschlagen, kündigte Premierminister Anthony Albanese an. "Die Lebensumstände von Menschen können sich ändern. Menschen können im Laufe der Zeit radikalisiert werden. Lizenzen sollten nicht auf Dauer erteilt werden", sagte Albanese.
Der Anschlag in Sydney am Sonntag mit insgesamt 16 Toten war der schlimmste Fall von Schusswaffengewalt in dem Land seit rund 30 Jahren. Die Ermittler haben die beiden Angreifer als Vater und Sohn identifiziert. Der Chef der Polizei von New South Wales, Mal Lanyon, erklärte, dass der 50-jährige Vater Mitglied in einem Jagdverein gewesen sei. Er habe über eine Waffenbesitzkarte verfügt, weswegen er Langwaffen besitzen durfte.
Nach dem schlimmsten Amoklauf in der Geschichte Australiens im April 1996, als ein 28-Jähriger in den Ruinen eines ehemaligen Strafgefangenenlagers in Port Arthur in Tasmanien 35 Menschen erschoss, waren in Australien strenge Waffengesetze eingeführt worden. Es gab jedoch zuletzt Medienberichten zufolge Sorge über eine wieder steigende Zahl Waffen im Land.
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Iran-Krieg
USA setzen gelockerte Ölsanktionen gegen Iran wieder in Kraft

Frankreich
Marine Le Pen will bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren

Streit in Brandenburger CDU
Wankt die CDU-Brandmauer – oder wächst jetzt erst der Widerstand?

KI-Betrug im Netz
KI-Fake mit Lanz: Frau verliert mehr als eine Million Euro

Gipfel in Ankara
Wadephul kontert Trumps Kritik an deutschen Verteidigungsausgaben

Wer sind die Täter?
Während Macron-Besuch: Explosionen erschüttern Syriens Hauptstadt

