Ausschluss des Athleten
Helm-Eklat um Ukrainer Heraskewytsch – IOC-Präsidentin Coventry: "Regeln sind Regeln"
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Helm-Streit: Ukrainer bei Olympia disqualifiziert
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Weil er auf das Tragen seines symbolträchtigen Helms im Wettkampf bestand, wurde der Ukrainer Heraskewytsch von den Winterspielen ausgeschlossen. Zu Recht, sagt das Olympische Komitee.
Weil er es sich nicht nehmen lassen wollte, einen Helm mit Bildern im Krieg getöteter ukrainischer Athleten zu tragen, darf der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch nicht an den Winterspielen starten. Die Entscheidung des zuständigen Weltverbands IBSF teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Donnerstag (12. Februar) mit – und erntete gemischte Reaktionen für den Ausschluss des Skeleton-Fahrers.
IOC-Präsidentin Kirsty Coventry verteidigte die Entscheidung am nächsten Tag. "Die Regeln sind die Regeln, und ich glaube an diese Regeln. Ich halte diese Richtlinien für sehr gut", sagte sie.
Heraskewytsch lehnte Kompromiss ab
Coventry hatte vor dem Start des Wettbewerbs versucht, Heraskewytsch im Gespräch vom Tragen des Helms abzuhalten. Sie sagte dazu: "Es war ein sehr gutes Gespräch, ein sehr respektvolles Gespräch." Heraskewytsch habe die Position des IOC verstanden, sei aber seiner Sache sehr verpflichtet. "Leider ändert das nicht die Regeln", sagte Coventry.
Das IOC hatte dem Athleten angeboten, statt des Helmes ausnahmsweise einen Trauerflor tragen zu dürfen. Seine Meinung könne er in Interviews im Anschluss frei äußern. Es gehe dem IOC nicht um die politische Botschaft, die vermittelt wird, sondern darum, einen Regelverstoß zu ahnden.
Rund um die Winterspiele:
Regeln verbieten politische Botschaft
Zwar dürfen Athlet:innen nach Artikel 40.2 der Olympischen Charta ihre Meinung frei äußern, während der Wettbewerbe und bei Siegerehrungen gelten jedoch im Rahmen der IOC-Wettkampfregeln Einschränkungen. So heißt es in Artikel 50.2: "In allen olympischen Anlagen, Veranstaltungsorten und anderen Bereichen sind Demonstrationen jeglicher Art sowie politische, religiöse oder rassistische Propaganda verboten."
Die IOC-Präsidentin, die maßgeblich an der Neufassung der Richtlinien beteiligt war, verwies darauf, dass die Regeln auch von Athlet:innen mitentwickelt worden seien. "Für mich sind die Regeln sehr klar. Die Athleten wollen sich ausdrücken dürfen, aber sie wollen auch geschützt sein und nicht benutzt werden", sagte Coventry.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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