31.959 Fahrzeuge allein in Deutschland
Produktionsfehler bei Rädern: Honda ruft weltweit über 700.000 Autos zurück
Aktualisiert:
von Max StrumbergerDer japanische Autohersteller Honda hat einen Rückruf für seine Civic-Modelle gestartet.
Bild: IMAGO/AFLO
Honda startet einen weltweiten Rückruf für über 700.000 Fahrzeuge der Baureihen Civic und HR-V. Allein in Deutschland müssen fast 32.000 Autos in die Werkstatt. Das ist der Grund für den Rückruf.
Das Wichtigste in Kürze
Ein unscheinbares Bauteil an der Felge zwingt Honda zu einem groß angelegten Rückruf.
Weltweit werden mehr als 700.000 Civic und HR-V überprüft. Grund ist die Gefahr, dass sich Räder lösen könnten.
In Deutschland sind knapp 32.000 Halter betroffen.
Honda startet einen groß angelegten Rückruf für zwei seiner meistverkauften Modelle. Weltweit müssen 700.318 Fahrzeuge der Baureihen Civic und HR-V in die Werkstätten, davon 31.959 in Deutschland. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Maßnahme, die vorsorglich für Autos aus dem Produktionszeitraum von November 2014 bis Juli 2021 angeordnet wurde.
Auslöser ist ein mögliches Problem an den montierten Rädern: Laut KBA könnten an einzelnen Fahrzeugen Felgen verbaut worden sein, bei denen in den Befestigungsbohrungen eingepresste Buchsen aus legiertem Stahl fehlen. Diese Buchsen sind notwendig, damit die Radmuttern mit dem korrekten Drehmoment angezogen werden können. Fehlt das Bauteil, besteht die Gefahr, dass sich die Muttern nach und nach lösen – im Extremfall kann sich das gesamte Rad vom Fahrzeug lösen.
Bislang keine Schäden bekannt
Nach Angaben der Behörde sind dem Hersteller bislang keine Sach- oder Personenschäden bekannt, die auf den Mangel zurückzuführen wären. Der Rückruf erfolgt daher nach Darstellung von KBA und Honda präventiv. Dennoch stufen Fachleute das Risiko als erheblich ein, da ein Radverlust während der Fahrt zu schweren Unfällen führen kann.
Italienischer Zulieferer offenbar schuld
Wie das Portal "kfz-rueckrufe.de" unter Berufung auf Unterlagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde berichtet, stammen die betroffenen Räder aus der Produktion eines italienischen Zulieferers. Demnach gelangten dort während Bauarbeiten unfertige Felgen in den Bereich für Fertigprodukte, nachdem ein Trennzaun entfernt worden war. Die Räder konnten so die Endkontrolle umgehen. Erstmals aufgefallen sei der Mangel im Juli 2024 bei einer Inspektion eines Kundenfahrzeugs in Japan, bis April 2025 wurde das Problem weltweit bestätigt.
Betroffene Halter:innen werden von Honda angeschrieben und gebeten, einen Termin in einer Vertragswerkstatt zu vereinbaren. Dort prüfen Techniker die montierten Räder auf das Vorhandensein der Stahlbuchsen. Fehlen diese, werden die betroffenen Räder kostenlos ausgetauscht. Das KBA führt die Aktion unter der Referenznummer 15765R, Honda nutzt den internen Rückrufcode 6HA. Die Behörde überwacht den Ablauf der Maßnahme und die ordnungsgemäße Behebung des Mangels.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
kfz-rueckrufe.de
t-online: Radverlust möglich: Honda ruft Tausende Autos zurück
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