Umstrittene Reform

Debatte um Minijobs – Einzahlung in Rentenversicherung laut Linnemann gerechtfertigt

Veröffentlicht:

von Jacqueline Bittl

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Minijobs droht das Aus: Gastronomie in Sorge (23. Juni)

Videoclip • 01:40 Min • Ab 12


Die Debatte um Minijobs spitzt sich zu. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann unterstützt Pläne, den Sonderstatus zu kippen. Was das für Millionen Beschäftigte bedeuten könnte – und warum der Widerstand wächst.

In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" hat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann einen umstrittenen Reformvorschlag zur Zukunft der Minijobs verteidigt. Laut "Welt"-Bericht unterstützt Linnemann die Empfehlung einer Regierungskommission, Minijobs künftig in die Rentenversicherung einzubeziehen. Der Kern der Debatte sei aus seiner Sicht die Altersvorsorge: Auch Beschäftigte mit geringem Einkommen müssten für das Alter vorsorgen, so seine Argumentation.

Auch in den News:

Minijobs sollen in die Rentenversicherung einbezogen werden

Auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet über sein Statement: "Auch wer einen Minijob hat, finde ich, muss für die Rente vorsorgen", so Linnemann. Konkret geht es um Minijobs mit einem monatlichen Verdienst von bis zu 603 Euro. Diese könnten nach den Vorschlägen der Kommission ihren bisherigen Sonderstatus verlieren. Laut den Empfehlungen soll die Rentenversicherungspflicht ausgeweitet und die steuer- sowie sozialversicherungsrechtliche Sonderbehandlung abgeschafft werden. Ausnahmen sind demnach nur noch für Schüler:innen vorgesehen. Ziel ist es, langfristig Altersarmut zu verhindern und mehr Menschen in das Rentensystem einzubinden.

Carsten Linnemann will Mittelstand und Handwerk nicht belasten

ARCHIV - 18.05.2026, Berlin: Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär, nimmt an der Pressekonferenz nach der Sitzung des CDU-Bundesvorstands in der CDU-Zentrale, dem Konrad-Adenauer Haus-teil. (zu dpa: «Linnemann rechtfertigt Reform-Vorschlag zu Minijobs») Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: Michael Kappeler/dpa


Die Pläne stoßen jedoch auf erheblichen Widerstand. Wirtschaftsverbände warnen laut dpa vor zusätzlichen Belastungen für Betriebe und vor dem Wegfall flexibler Beschäftigungsmodelle. Auch innerhalb der Koalition ist die Reform umstritten. Linnemann betonte, dass Entlastungen an anderer Stelle gegenfinanziert werden müssen. Zu einer Erhöhung der Reichensteuer für sehr hohe Einkommen sagt er: "Ich kann das nicht ausschließen", stellte aber klar, dass Mittelstand und Handwerk nicht zusätzlich belastet werden dürfen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

welt.de: "'Auch wer einen Minijob hat, muss für die Rente vorsorgen' – Linnemann rechtfertigt Reform-Vorschlag"

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