Hitze in Europa

WHO: Rekordhitze in Europa fordert Hunderte zusätzliche Tote

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

:newstime

Hitzewelle fordert Hunderte Opfer

Videoclip • 01:01 Min • Ab 12


Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor dramatischen Folgen der Hitzewelle in Europa. Seit dem 21. Juni sollen mehr als 1.300 zusätzliche Todesfälle mit den extremen Temperaturen zusammenhängen.

Die beispiellose Hitzewelle in Europa ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitverantwortlich für Hunderte zusätzliche Todesfälle. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus schrieb auf der Plattform X: "Seit dem 21. Juni wurden in Europa mehr als 1.300 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, die im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen stehen."

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Zugleich warnte Tedros vor einer langfristigen Entwicklung. "Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde – die Erwärmung verläuft doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt", schrieb er. Nach seinen Angaben leiden derzeit rund 150 Millionen Menschen in Europa unter extremer Hitze.


WHO warnt vor dem "stillen Killer"

Tedros bezeichnete Hitzestress als "stillen Killer". Viele Wohnungen, Arbeitsplätze und Schulen in Europa seien für solche Temperaturen nicht ausgelegt. Hinzu kämen geschlossene Schulen und überlastete Stromnetze. Schon in der vergangenen Woche hatte der WHO-Chef erklärt, weltweit stürben jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen an den Folgen von Hitze. Viele dieser Todesfälle seien durch Schutzmaßnahmen vermeidbar.

Auch aus einzelnen Ländern kommen alarmierende Zahlen. Die französische Gesundheitsbehörde teilte am Sonntag (28. Juni) mit, dass während der extremen Hitzewelle nach vorläufigen Daten rund 1.000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt registriert worden seien. Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Rekordtemperaturen nicht nur den Alltag erschweren, sondern für viele Menschen lebensgefährlich werden.

Am Wochenende wurden in mehreren europäischen Ländern außergewöhnlich hohe Werte gemessen. In Deutschland lag der Rekordwert am Sonntag in Neißemünde in Brandenburg bei 41,7 Grad. In der polnischen Grenzstadt Słubice wurden vorläufig 40,5 Grad registriert, in Tschechien 41,1 Grad. Damit erreichte die Hitzewelle in mehreren Ländern historische oder fast historische Spitzenwerte.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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