Nach Medienberichten

Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wird zum US-Politikum: Militär wiegelt ab

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Flugzeugträger: US-Militär dementiert Missstände

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Das Pentagon kontert Medienberichte über katastrophale Zustände auf dem US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln". Verteidigungsminister Hegseth wird scharf kritisiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Medienberichten über unhaltbare Zustände auf dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" hat das US-Militär reagiert.

  • Die Wiederverpflichtungsrate sei eine der höchsten der gesamten US-Marine.

  • Unterdessen machen die Demokraten Druck auf Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Das amerikanische Militär hat sich gegen alarmierende Schilderungen über die Lage auf dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" gewehrt. Die Wiederverpflichtungsrate der Besatzung liege bei 84,4 Prozent – eine der höchsten in der gesamten US-Marine, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Diese Kennzahl gibt an, wie viele Soldat:innen freiwillig im Dienst bleiben, nachdem ihre Vertragszeit ausgelaufen ist.

Die Matros:innen und Marineinfanterist:innen zeigten sich "widerstandsfähig und entschlossen", obwohl sie bereits mehr als 260 Tage ununterbrochen auf See verbracht hätten, hieß es weiter. Centcom wies zudem iranische Medienberichte zurück, wonach bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord sieben Menschen ums Leben gekommen seien. Tatsächlich sei kein Besatzungsmitglied gestorben. Ein Matrose, der am 3. August über Bord gegangen war, sei schnell und sicher gerettet worden.

Auch in den News:

Senatoren schlagen Alarm

Ganz anders klingt es aus dem US-Senat. Der demokratische Senator Richard Blumenthal aus Connecticut forderte die Regierung auf, zu erklären, wie sie die Streitkräfte an Bord unterstütze. In einer offiziellen Anfrage an Verteidigungsminister Pete Hegseth und Marine-Staatssekretär Hung Cao schrieb er von "weitverbreiteten Berichten über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr".

Der Flugzeugträger habe seit fast sieben Monaten keinen Hafen mehr angelaufen – eine Rekordzeit, die offenbar ihre Spuren hinterlässt. Fehlende Seife und verstopfte Toiletten seien dabei noch das geringste Problem. Besonders besorgniserregend: die psychische Verfassung der Besatzung. Es seien "Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Außendecks" geäußert worden. Zudem hätten Störungen im Postverkehr dazu geführt, dass viele Versorgungspakete monatelang auf dem Transportweg verloren gegangen seien.

Blumenthals Senatskollege Ruben Gallego aus Arizona kündigte an, den Flugzeugträger mit einer parteiübergreifenden Delegation besuchen zu wollen. "Die Geschichten von Besatzungsmitgliedern, die damit drohen, vom Schiff zu springen, sind ein erschreckendes Alarmläuten dafür, wie schlimm die Situation geworden ist", schrieb der Demokrat.


Flugzeugträger in Nahost wird ersetzt

Laut Medienberichten soll die "USS Abraham Lincoln" aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die "USS George Washington" ersetzt werden, wie das "Wall Street Journal" sowie die Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider berichteten. Nach CNN-Angaben war dieser Austausch allerdings bereits vor den Beschwerden geplant.

Der Flugzeugträger war Anfang Januar aus dem Südchinesischen Meer in den Nahen Osten verlegt worden. Seit dem 28. Februar, als die USA und Israel Militärschläge gegen den Iran begannen, ist das Schiff im Arabischen Meer im Einsatz, um die amerikanische Seeblockade gegen iranische Häfen durchzusetzen.

Demokrat: Matrosen zahlen Preis für Hegseth

Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, nutzte die Affäre für einen Frontalangriff auf Verteidigungsminister Pete Hegseth. Er forderte dessen sofortigen Rauswurf. Als Hegseth nominiert worden sei, habe jeder gewusst, dass er völlig inkompetent sei, schrieb Schumer. "Jetzt zahlen unsere tapferen Matrosen dafür auf schreckliche und unfassbare Weise den Preis."

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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