Deutscher Wetterdienst

DWD warnt vor Extremwetter: Deutschland vor historischem Hitze‑Rekord

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Hitzewelle: Das ist der kälteste Ort Deutschlands

Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


Der diesjährige Sommer ist noch jung, doch schon im Juni wurden bisher zahlreiche Hitzerekorde geknackt. Jetzt rechnen Meteorolog:innen sogar mit Temperaturen von über 40 Grad – und das mehrere Tage lang.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tagsüber warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Temperaturen über 40 Grad, möglicherweise über mehrere Tage.

  • Noch nie war der Juni so heiß: Zuvor wurde in Baden-Württemberg ein Hitzerekord gebrochen, nun auch bundesweit – sogar nachts.

  • Für Mensch und Tier sind extreme Hitzeperioden wie diese gefährlich, sollen in der Zukunft aber immer häufiger und intensiver auftreten.

Der diesjährige Sommer knackt zahlreiche Hitzerekorde. Die heißeste Nacht, der heißeste Tag – und das gleich mehrmals hintereinander. Warum der Deutsche Wetterdienst (DWD) ausdrücklich warnt – und inwiefern uns solche Extremwetter auch in der Zukunft erwarten.

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Der seit Aufzeichnungen heißeste Junitag lag 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) bei 39,6 Grad. Dieser Rekord und sogar die 40-Grad-Marke können laut Deutschem Wetterdienst schon bald geknackt werden: 41 Grad bahnen sich den Angaben zufolge vom Oberrhein bis zum Rhein-Main-Gebiet an. Meteorolog:innen des DWD gehen sogar von mehreren Tagen mit über 40 Grad aus.

In Baden-Württemberg wurde bereits am Donnerstag (25. Juni) ein Hitzerekord gebrochen: In Waghäusel-Kirrlach zwischen Karlsruhe und Heidelberg durften die Menschen erstmals an einem Junitag bei ganzen 39 Grad in der Sonne brutzeln. Diese Angaben sind laut DWD bislang aber nur vorläufig.

Ohne Abkühlung schlaf ich heut' Nacht nicht ein

Nicht einmal mehr in den Abendstunden können die Deutschen den aktuellen Hitzerekorden entkommen. In der Nacht zum Donnerstag (25. Juni) kühlte es den bisherigen Angaben des DWDs zufolge im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern nicht auf unter 26,2 Grad ab. Es war die zweite Nacht in Rekordwärme seit Beginn der Messungen. Rekordhalter war zuvor der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz am 25. Juni 2019 mit ebenfalls nicht unter 26,2 Grad.

Doch nicht nur Rheinland-Pfälzer:innen dürften in den vergangenen Sommertagen oft schlaflos im aufgeheizten Bett gelegen haben. Sogenannte Tropennächte ab einer Mindesttemperatur von 20 Grad gab es in diesem Jahr bereits öfter.


Hitzewelle fordert dringende Maßnahmen

Die anhaltend heißen Tage schlagen nicht nur aufs Gemüt, sondern auch auf die physische Gesundheit. Wer sich etwa mit einem Ventilator etwas Abkühlung erhofft, könnte stattdessen mit hartnäckigen Niesanfällen und weiteren Beschwerden zu kämpfen haben.

Jung und alt, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen oder draußen Arbeitende treffen die Hitze besonders hart. Vierbeiner sind ebenfalls gefährdet – denn auch Hunde können einen Sonnenbrand oder Hitzschlag kriegen.

Die aktuelle Hitzewelle soll dem DWD zufolge noch bis Anfang der kommenden Woche (29. Juni) andauern. Den Angaben nach gehöre diese Periode mit einer Dauer von etwa zwölf Tagen damit zu den längsten seit Einführung des DWD-Hitzewarnsystems im Jahr 2005.

In den vergangenen Tagen hatte der Wetterdienst vielerorts vor "extremer Wärmebelastung" gewarnt, in vielen Bereichen sei diese Bedrohung Auslöser von Akutmaßnahmen. An Schulen gab es vermehrt Hitzefrei, auch ein Festival wurde abgebrochen.

"Wir müssen uns für die Zukunft auf weitere Zunahmen vorbereiten", so Tobias Fuchs, DWD-Vorstand Klima und Umwelt. Denn: Extreme Hitze wie in diesem Sommer ist immer häufiger geworden. Trotz starker Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren sei der Trend insgesamt deutlich steigend und dürfte immer weiter zunehmen, wie das Umweltbundesamt betont. Weltweit sind solche Hitzewellen im Zuge der Klimakrise deutlich wahrscheinlicher und intensiver geworden.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

DWD: "Noch nie so früh im Jahr: Deutscher Wetterdienst warnt über langen Zeitraum vor Hitze"

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