"König des Nordens"

Burnham will Westminster revolutionieren: Das ist sein radikaler Großbritannien-Plan

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

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Briten-Premier Starmer zieht Reißleine (22. Juni)

Videoclip • 03:07 Min • Ab 12


Der wahrscheinliche neue britische Premier Burnham verspricht die größte Machtumverteilung in der Geschichte des Landes. In seiner ersten großen Rede rechnet er mit dem Regierungszentrum ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Starmers Rücktritt kündigt der designierte britische Premier Andy Burnham eine radikale Machtwende an.

  • Er will den Regierungsapparat dezentralisieren und Teile von London nach Manchester verlegen.

  • Zudem plant der Labour-Politiker massive Reformen bei Bildung, Wirtschaft und im sozialen Wohnungsbau.

Seitdem Großbritanniens Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt ankündigte, gilt Andy Burnham er als sein voraussichtlicher Nachfolger. Mit lockeren Sprüchen und radikalen Versprechen hat er nun seine Vision für Großbritannien präsentiert.

Der frühere Bürgermeister von Greater Manchester stellte am Montag (29. Juni) in seiner ersten Grundsatzrede nach Starmers Rücktrittsankündigung klar: Westminster ist "kaputt", das Vereinigte Königreich steckt "in einer Sackgasse".


Dezentralisierung als Kernprojekt

Im Mittelpunkt von Burnhams Agenda steht eine umfassende Machtverschiebung:

  • Abschied von Whitehall: "Die Zeiten, in denen Whitehall gegen die Dezentralisierung der Macht an die Regionen und Länder gekämpft hat, sind endgültig vorbei", verkündete der Labour-Politiker.

  • "Number 10 North": Teile des Regierungsapparates sollen aus der Downing Street nach Manchester verlegt werden.

  • Mehr Kompetenzen für Regionen: Kommunen und Bürgermeister:innen erhalten deutlich mehr Entscheidungsmacht.

Die Zehn-Jahres-Mission

Burnham orientiert sich an seiner Politik in Manchester und verspricht "radikalen Wandel". In zehn Jahren will er in mehreren Bereichen des öffentlichen Lebens wichtige Änderungen herbeiführen.

Wirtschaft und Lebensstandards

  • Wachstum in "jeder Postleitzahl"

  • Reform der Gewerbesteuer zur Wiederbelebung von Pubs und Einzelhändler:innen

Bildung

  • Gleichstellung von akademischer und beruflicher Bildung

  • Ende eines Schulsystems, das "ausschließlich auf den Weg zur Universität ausgerichtet ist"

  • mehr Praktikums- und Ausbildungsplätze

Sozialpolitik

  • "Das größte Programm zum Bau von Sozialwohnungen seit der Nachkriegszeit" zur Bekämpfung der Wohnungskrise

Weg zur Macht nahezu frei

Es gilt als so gut wie sicher, dass Burnham Starmer beerben wird. Bisher ist er der einzige Kandidat für den Posten des Parteichefs und damit des Premierministers. Sollte sich kein anderer Labour-Abgeordneter ins Rennen einbringen, wird Burnham bereits im Juli Regierungschef.

Allerdings gibt es Spekulationen über mögliche Gegenkandidaten wie Starmers Kabinettssekretär Darren Jones oder den früheren Verteidigungsstaatssekretär Al Carns. Jones forderte Burnham auf, der Partei Inhalte vorzulegen, um auch Skeptiker zu überzeugen. Es gebe "mehr als 100 Abgeordnete", die etwa bei der Wirtschaftspolitik des potenziellen Premiers Bedenken hätten.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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