Zusammenarbeit
Merz bei Modi: Indien bewaffnet sich – deutsche Rüstungsfirmen wollen profitieren
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Merz in Indien: Wirtschaft im Fokus
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Mit 27 Vereinbarungen wollen Deutschland und Indien ihre Zusammenarbeit ausbauen. Eine von ihnen hat besondere strategische Bedeutung.
Das Wichtigste in Kürze
Kanzler Friedrich Merz (CDU) ist zu Gast in Indien und hat eine Absichtserklärung unterschrieben, welche die Ausweitung der Rüstungszusammenarbeit vorsieht.
Merz traf in Ahmedabad mit Indiens Ministerpräsident Narendra Modi zusammen.
Im Mittelpunkt steht ein Großprojekt mit ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), das sechs U-Boote fürs indische Militär bauen soll.
Deutschland und Indien haben während des Indien-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine bedeutende Absichtserklärung zur Ausweitung ihrer Zusammenarbeit im Rüstungsbereich unterzeichnet. Das Abkommen wurde im Rahmen von Merz' Treffen mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi in Ahmedabad, der Heimatregion Modis, besiegelt.
Milliardengeschäft mit U-Booten steht bevor
Im Mittelpunkt der verstärkten Rüstungskooperation steht ein Großprojekt mit ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS). Obwohl konkrete Verträge während des Besuchs noch nicht abgeschlossen wurden, plant Indien, in Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen sechs U-Boote im Wert von acht Milliarden Euro in Mumbai zu bauen. Die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung wird in Kürze erwartet und könnte als Türöffner für weitere Kooperationen dienen.
Indien rüstet auf
Die Rüstungskooperation hat auch eine geopolitische Dimension: Indien gilt laut Statistik des Friedensforschungsinstituts Sipri als größter Rüstungsimporteur der Welt. Zwischen 2019 und 2023 bezog das Land noch immer 36 Prozent seiner Rüstungsgüter aus Russland, wenngleich mit rückläufiger Tendenz. Deutsche Rüstungsexporte könnten somit dazu beitragen, Indiens Abhängigkeit von russischen Waffenlieferungen zu verringern.
Umfassende Zusammenarbeit vereinbart
Insgesamt wurden am Rande der Gespräche zwischen Merz und Modi 27 Absichtserklärungen und Ankündigungen unterzeichnet. Diese umfassen ein breites Spektrum an Kooperationsfeldern:
Zusammenarbeit beim Abbau seltener Erden
Förderung des Hockey-Nachwuchses in beiden Ländern
Anwerbung von Fachkräften für das deutsche Gesundheitssystem
Zahlreiche Inder:innen sind potenzielle Fachkräfte
Die Anwerbung indischer Fachkräfte wurde bereits von früheren deutschen Regierungen vorangetrieben. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Inder:innen in Deutschland ist zwischen 2015 und 2025 laut Bundesagentur für Arbeit von knapp 25.000 auf etwa 170.000 gestiegen. Zudem stellen indische Student:innen mit knapp 60.000 Personen die größte Gruppe ausländischer Studierender in Deutschland.
Erste Asienreise des Kanzlers
Die Indienreise ist Merz' erste größere Asienreise seit seinem Amtsantritt und unterstreicht die strategische Bedeutung, die die Bundesregierung den Beziehungen zu Indien beimisst. Anders als seine Vorgänger:innen, die zunächst Japan oder China besuchten, hat Merz Indien bewusst als erstes asiatisches Reiseziel gewählt.
Indiens Ministerpräsident Modi betonte die Bedeutung dieses Besuchs und kündigte einen gemeinsamen Fahrplan für die künftige Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich an. "Wir werden einen Fahrplan ausarbeiten, um die Kooperation zwischen unseren Verteidigungsbereichen zu erhöhen", erklärte Modi.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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