Verteidigung
Mehr Atomwaffen für Frankreich – Macron: "Wer gefürchtet sein will, muss stark sein"
Veröffentlicht:
von Jana WejkumMacron will durch mehr Atomwaffen für die Sicherheit Frankreichs sorgen.
Bild: Yoan Valat/Pool EPA/AP/dpa
Macron will, dass Frankreich als Atommacht gefürchtet bleibt. Womit er dies begründet und wie viele Waffen Frankreich bereits besitzt.
Frankreich will die Zahl seiner Atomsprengköpfe erhöhen. Das hat Präsident Emmanuel Macron angekündigt. Seine Entscheidung begründete er mit knapper Logik: "Wer frei sein will, muss gefürchtet sein. Wer gefürchtet sein will, muss stark sein."
Er schulde seinem Land eine glaubhafte Abschreckung, so Macron. Dafür sei ein größeres Atomarsenal mit Blick auf wachsende nukleare Bedrohungen weltweit unabdingbar. Konkret nannte Macron die Gefahren durch Russland, die atomare Aufrüstung Chinas und die Lage im Nahen Osten. Bereits zuvor hatte Macron angekündigt, den Nuklearschirm ausbauen, und seine europäischen Partnerstaaten stärker einbinden zu wollen.
Zahl der Atomwaffen bleibt von nun an geheim
Das Friedensforschungsinstitut Spiri gibt an, dass Frankreich momentan 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen besitzt. Damit gilt es als die viertgrößte Atommacht nach Russland, den USA und China. In der EU hat es damit nach dem Austritt Großbritanniens 2020 eine Sonderstellung als einzige europäische Atommacht.
Frankreich kann Atomwaffen über die Luft und unter Wasser einsetzen: Es besitzt aktuell vier Atom-U-Boote, die Raketen theoretisch bis zu 10.000 Kilometer weit abfeuern können. Mit seinen Rafale-Kampfjets könnten rund 50 Marschflugkörper mit Nuklearsprengköpfen etwa 500 Kilometer weit schießen.
Macron gab bekannt, bis 2036 ein neues Atom-U-Boot bauen zu wollen. Das Aufstocken der Atomwaffen solle jedoch nicht in einen atomaren Rüstungswettlauf münden. In Zukunft wird Frankreich, anders als bisher, nicht mehr über die Zahl seiner Atomwaffen Auskunft geben.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Russlands Wirtschaft unter Druck
Warnung aus Schweden: Russische Wirtschaft steuert auf finanzielle Katastrophe zu

Neues Abo
WhatsApp-Plus: Müssen bald alle für den Messenger zahlen?

Vertragswechsel?
Gas bis zu 500 Euro teurer: Was Verbraucher jetzt tun können

Produktrückruf-Ticker
Dringender Rückruf für Wurst-Produkt von Edeka

Haftbefehl
Ungarn vor Kurswechsel: Netanjahu droht bei Besuch Festnahme

Waffenruhe-Frist läuft ab
Trump zum Iran: "Gehe davon aus, dass wir bombardieren werden"

