Richtungswahl

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Abschied von Kretschmann, neue Stimmen, offene Machtfrage

Veröffentlicht:

von Jacqueline Bittl

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Vor Landtagswahl in Ba-Wü: CDU in Führung

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


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Baden-Württemberg wählt einen neuen Landtag – ohne Winfried Kretschmann. Neues Wahlrecht, junge Wähler:innen und ein enges Rennen zwischen CDU und Grünen machen die Abstimmung zur Richtungswahl.

Am Sonntag (8. März) steht Baden-Württemberg vor einer der spannendsten Landtagswahlen seit Jahren. Nach 15 Jahren endet die Ära von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Der beliebte Regierungschef tritt nicht mehr an und damit ist erstmals seit 2011 wieder offen, wer künftig die Geschicke des Landes lenkt. Die Wahl gilt als richtungsweisend, politisch wie gesellschaftlich.

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Was jetzt entscheidend ist

Seit mehr als einem Jahrzehnt prägte Kretschmann die Landespolitik – zunächst in einer grün-roten, später in einer grün-schwarzen Koalition. Nun entscheidet sich, welche Partei künftig den Ton angibt. Der neue Ministerpräsident wird dabei nicht direkt gewählt, sondern später vom Landtag bestimmt. Chancen auf das höchste Amt haben derzeit CDU-Landeschef Manuel Hagel und Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir. Wer am Ende regiert, hängt maßgeblich von den Mehrheitsverhältnissen und möglichen Koalitionen ab.

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Neues Wahlrecht, neue Wähler:innen

Erstmals dürfen die Menschen im Südwesten zwei Stimmen abgeben, ähnlich wie bei der Bundestagswahl. Mit der Erststimme wird ein Wahlkreisabgeordneter gewählt, mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei, die über die Sitzverteilung entscheidet.

Ebenfalls neu: Auch 16- und 17-Jährige sind diesmal stimmberechtigt. Nach Schätzungen des Statistischen Landesamts könnten rund 7,7 Millionen Menschen wählen. Das neue Wahlrecht könnte die Zusammensetzung des Landtags spürbar verändern.

Enges Rennen und wirtschaftliche Sorgen

In Umfragen führte lange klar die CDU, kurz vor dem Wahltag sind die Grünen jedoch deutlich näher gerückt – teils liegt nur noch ein hauchdünner Vorsprung zwischen den beiden großen Lagern.

Inhaltlich dominiert die wirtschaftliche Lage den Wahlkampf. Der Stellenabbau bei großen Industriekonzernen verunsichert viele Menschen im Land. Dahinter folgen die Themen Zuwanderung sowie steigende Mieten und Wohnraummangel.

Auch andere Parteien hoffen auf Bewegung: SPD, FDP und AfD kämpfen um Einfluss, während die Linke erstmals realistische Chancen haben könnte, in den Landtag einzuziehen. Klar ist schon jetzt: Diese Landtagswahl dürfte Baden-Württemberg politisch neu sortieren und den Kurs für die kommenden fünf Jahre vorgeben.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

FAQ: Landtagswahlen

Bei Landtagswahlen wählen die Bürger:innen eines Bundeslandes das Landesparlament (Landtag).
Der Landtag bestimmt die Landesregierung und entscheidet über Themen wie Schule, Polizei und Kultur im Bundesland. Landtagswahlen finden meist alle fünf Jahre statt.

Zuerst wird 2026 in Baden-Württemberg am 8. März gewählt. Winfried Kretschmann von den Grünen verzichtet nach drei Amtszeiten auf eine erneute Kandidatur, Cem Özdemir bewirbt sich um seine Nachfolge. Für die CDU tritt der 37-jährige Landes- und Fraktionsvorsitzende Manuel Hagel an.

- 8. März: Baden-Württemberg
- 22. März: Rheinland-Pfalz
- 6. September: Sachsen-Anhalt
- 20. September: Mecklenburg-Vorpommern

In Baden-Württemberg vertreten die Abgeordneten im Stuttgarter Parlament die gut elf Millionen Einwohner:innen des Bundeslands und beschließen Gesetze. Zuständig ist das Land zum Beispiel für die Bereiche Bildung, Innere Sicherheit oder Justiz. Außerdem haben die Abgeordneten das letzte Wort bei der Aufstellung des Haushalts, entscheiden also darüber, wofür das Land die Steuergelder ausgibt. Sie kontrollieren zudem die Regierung und wählen den Ministerpräsidenten.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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