Preisanstieg
Iran-Krieg trifft Geldbeutel: Wird der Einkauf jetzt spürbar teurer?
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Krieg treibt Flugpreise in die Höhe
Videoclip • 01:18 Min • Ab 12
Steigende Energiepreise, unsichere Lieferketten: Drohen durch die Nahost-Krise bald höhere Kosten im Supermarkt? Verbraucherzentralen erklären, welche Produkte betroffen sein könnten – und wie sich Haushalte jetzt klug verhalten.
Das Wichtigste in Kürze
Der Krieg im Nahen Osten verunsichert viele Verbraucher:innen.
Drohen jetzt höhere Preise im Supermarkt?
Verbraucherzentralen erklären, was wirklich teurer werden könnte – und warum Panik fehl am Platz ist.
Die Eskalation im Nahen Osten sorgt nicht nur an den Zapfsäulen für Unruhe. Auch beim Wocheneinkauf fragen sich viele Verbraucher:innen, ob die Preise bald anziehen. Die Auswirkungen könnten unter Umständen tatsächlich über Kraftstoffe hinausreichen, wie die Verbraucherzentralen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilen.
Welche Lebensmittel könnten teurer werden?
Demnach sind derzeit vor allem einzelne Importprodukte direkt betroffen. Dazu zählten laut Lisa Völkel von der Verbraucherzentrale Bundesverband etwa Pistazien oder Datteln, die oft aus der betroffenen Region stammen und kaum alternative Bezugsquellen haben.
Breiter wirksam könnten jedoch steigende Energiepreise werden: Höhere Kosten für Strom, Gas und Öl könnten sich entlang der gesamten Lebensmittelproduktion bemerkbar machen – vom Dünger über landwirtschaftliche Maschinen bis hin zu Transport und Verarbeitung, sagt Judith Schyro von der Verbraucherzentrale Berlin.
Besonders energieintensive Prozesse wie Backen oder Trocknen könnten dadurch teurer werden. "Womöglich könnten Lebensmittel, die weniger oder gar nicht verarbeitet sind, weniger stark preislich ansteigen", fügt sie hinzu.
Auch in den News:
Drohen schnelle Preissprünge im Supermarkt?
Kurzfristige, drastische Preiserhöhungen innerhalb weniger Tage gelten nach Einschätzung der Verbraucherzentralen aktuell als unwahrscheinlich. Man beobachte die Preisentwicklung zwar genau, sehe aber derzeit keinen Anlass für akute Alarmstimmung. "Zum aktuellen Zeitpunkt muss nicht davon ausgegangen werden, dass es zur Verknappung von einzelnen Lebensmitteln oder Warengruppen kommen wird", so Völkel.
Erfahrungen aus früheren Krisen, etwa dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, zeigten jedoch, dass steigende Energiepreise zeitverzögert durchaus bei den Endverbraucher:innen ankommen könnten.
Sparen ohne Panik: Das raten die Experten
Verbraucher:innen sollen den Expert:innen zufolge jetzt vor allem Preise vergleichen und gezielt auf Angebote achten. Hamsterkäufe seien nicht nötig und könnten sogar kontraproduktiv sein. Die Verbraucherzentralen warnen ausdrücklich davor, durch übertriebene Vorratskäufe künstliche Engpässe zu erzeugen – wie es während der Corona-Pandemie geschehen sei.
Wer vorsorgen wolle, könne sich an den allgemeinen Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe orientieren, das unabhängig von aktuellen Krisen einen Basisvorrat für rund zehn Tage empfiehlt. Wichtig sei dabei, nur Lebensmittel zu kaufen, die man auch tatsächlich verbrauche.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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