Junge Menschen sollen früher arbeiten

Hubert Hüppe: Rentenreform entscheide "über das Schicksal dieser Koalition"

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

Bericht: Renteneintritt 2060 erst mit 70 (21. Mai)

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Die Bundesregierung plant eine Reform der Altersvorsorge – diese entscheide laut Hubert Hüppe (CDU) nicht nur über die Zukunft der Arbeitnehmenden, sondern auch über die der Koalition.

Hubert Hüppe (CDU), Vorsitzender der Senioren-Union, findet im Gespräch mit der "Rheinischen Post" klare Worte für die Zukunft des Rentensystems – und der schwarz-roten Koalition.

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Noch 2026 will die Bundesregierung eine grundlegende Reform der Alterssicherung auf den Weg bringen. Für diesen Plan sieht Hüppe eine eindeutige Richtung: "Es wird nicht durch weniger, sondern nur durch mehr Arbeit gehen."

Dabei spreche der CDU-Politiker nicht unbedingt von einer Anhebung des Renteneintrittsalters, sondern speziell vom Anfang des Erwerbslebens. "Wir müssen Schul- und Studienzeiten kürzer und schlanker machen, junge Menschen früher in Arbeit bringen und sie damit früher zu Einzahlern in die Sozialsysteme machen", so Hüppe gegenüber der "Rheinischen Post".

Die Reform müsse aber vor allem gerecht ausfallen und "stärkere Schultern etwas mehr tragen". Auch Beamt:innen und Beziehende anderer Versorgungssysteme sollten mit einbezogen werden. Gerecht bedeute auch, dass sich nicht nur mehr Personen, sondern auch mehr Arbeit auszahle. Wer "lange tätig gewesen ist, muss auch im Alter eine auskömmliche Rente haben", so Hüppe. "Die CDU hat immer gesagt, sie sei die Partei der Fleißigen. Dahin müssen wir zurück."

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Die Zukunft der Rentner:innen – und der Koalition

Die Reform werde "mit über das Schicksal dieser Koalition entscheiden, da bin ich ziemlich sicher", stellt Hüppe im Interview mit der "Rheinischen Post" klar. Dennoch werde die Senioren-Union akzeptieren, was die Koalition plant, "unter Umständen zähneknirschend".

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor angekündigt, die Regierung wolle eine Neugewichtung der drei Säulen, also gesetzliche, private und betriebliche Altersvorsorge, noch dieses Jahr auf den Weg bringen. Grund dafür sind unter anderem der demografische Wandel in Deutschland sowie der finanziell stark belastete Bundeshaushalt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Rheinische Post: "Auch wir Senioren erwarten jetzt Reformen"

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