FIFA-Krise
Berichte: FIFA-Boss Infantino setzt Krisensitzung für Mittwoch an
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von Benedikt Rammer:newstime
FIFA-Krise: Erste Verbände wenden sich von Infantino ab
Videoclip • 01:33 Min • Ab 12
Die Luft für FIFA-Boss Infantino wird nach dessen gescheiterten Investorenplänen immer dünner. Nun gibt es Berichte, wonach der Schweizer ein Krisentreffen angesetzt hat.
FIFA-Boss Gianni Infantino hat Medienberichten zufolge für diesen Mittwoch (4. August) zu einer Krisensitzung des Weltverbandes nach Marokko geladen. Die Zeitung "The Times" sowie der englische Sender Sky meldeten, dass der heftig in der Kritik stehende Weltverbandschef wichtige Mitarbeiter zu einem Treffen in die Hauptstadt Rabat beorderte. Den Meldungen zufolge sei allerdings unklar, was der Schweizer dann genau besprechen wolle.
Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung in der Fußball-Welt gesorgt, als Pläne zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren bekannt wurden. Der FIFA-Präsident lenkte zwar ein und verwarf die Idee - dennoch aber formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn. Möglicherweise bedeutet die aktuelle Krise das Ende von Infantinos FIFA-Präsidentschaft.
Infantino verliert immer mehr an Rückhalt
In den vergangenen Tagen hatten selbst enge Mitarbeiter Infantinos Kritik an ihrem Chef geübt. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström beklagte eine "traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen" sowie einen "Aufruhr". Ex-Coach Arsène Wenger, bei der FIFA der Direktor für die globale Fußball-Entwicklung, ging auf Distanz zu Infantino. Dessen enger Vertrauter und Berater Carlos Cordeiro war schon in der vorigen Woche aus Protest zurückgetreten.
In Rabat ist der regionale Hauptsitz der FIFA für Afrika; 2027 stehen dort der 77. FIFA-Kongress sowie die nächsten Präsidentenwahlen an. In der Hauptstadt des WM-Co-Gastgebers von 2030 war Infantino in der vorigen Woche als Gast von König Mohammed VI. öffentlich aufgetreten.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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