SPD-Sozialexperte

"Kann doch nicht richtig sein": Karl Lauterbach will Renten von Gutverdienern deckeln

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Zahnarztkosten: Lauterbach entsetzt – "Könnte die AfD stärken"

Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


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Renten für Reiche deckeln, die für Ärmere anheben: Karl Lauterbach hat bei Caren Miosga seinen Renten-Vorschlag ausgeführt. Würde dieser der SPD helfen?

Der Vorschlag bei "Caren Miosga" (ARD) war kein neuer, doch nach der SPD-Wahlschlappe in Rheinland-Pfalz nimmt Karl Lauterbach (SPD) einen neuen Anlauf: Der Sozialexperte will künftig Renten von Gutverdienenden deckeln. Ärmere Menschen sollen dafür mehr aus der Kasse bekommen. Momentan sei das System ungerecht.

Durchschnittlich hätten Menschen mit hohem Einkommen eine höhere Lebenserwartung und bezögen viel länger Rente im Vergleich zu Einkommensschwachen. "Daher sollten die Rentenwerte dort etwas abgeregelt werden", so Lauterbach im ARD-Talk. "Dann können wir uns erstens diese Rente länger leisten und könnten die Rente etwas verbessern für die Geringverdiener."

Reform wäre zu Ungunsten von Akademikern

"Unser Rentensystem gibt jeden Monat Geld von den Ärmeren an die Einkommensstärkeren, weil ich mit den kurzen Renten der Ärmeren die langen Renten der Gutverdienenden subventioniere", führte Lauterbach aus.

"Das sind Akademiker, die haben oft nur 35 Jahre eingezahlt, nehmen dann aber 20 Jahre Rente mit. Diejenigen, die mit 16 angefangen haben zu arbeiten, die zahlen oft fast 50 Jahre ein und die haben dann sieben Jahre Rente, denn die leben oft nur bis 72. Das kann doch nicht richtig sein", so der ehemalige Gesundheitsminister.

In Rheinland-Pfalz hat die SPD etwa zehn Prozentpunkte verloren und wird nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen. Die Bundes-SPD will nach der Wahlschlappe das Profil der Partei auch in der laufenden Reformdebatte stärken – die Parteispitze Klingbeil-Bas soll jedoch bleiben.

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Frei verweist auf Rentenkommission

Auch Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) war bei "Caren Miosga" zu Gast. Der CDU-Politiker ging jedoch nicht explizit auf Lauterbachs Vorschlag ein. Er verwies auf die für Juli erwarteten Ergebnisse der Rentenkommission. Natürlich komme es jedoch darauf an, dass die Rente gerecht sei. Im ARD-Talk wollte sich Frei nicht dazu äußern, ob bereits in den kommenden Tagen ein Reformpaket angekündigt werde.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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