Iran-Krieg

Iran stellt Bedingungen für mögliche Verhandlungen

Veröffentlicht:

von dpa

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Experte warnt vor Irans Terrorgruppe Hayi

Videoclip • 01:23 Min • Ab 12


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Der Iran signalisiert neue Gesprächsbereitschaft im Konflikt mit den USA und legt einen Vorschlag über Vermittler vor – doch die Fronten bleiben verhärtet, während wirtschaftlicher Druck und militärische Spannungen weiter zunehmen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran hat über Pakistan einen neuen Vorschlag eingebracht und zeigt sich zu Verhandlungen bereit, knüpft dies jedoch klar an Bedingungen gegenüber den USA.

  • Die USA verschärfen parallel den Druck: Durch Sanktionen und eine Seeblockade wurden bereits Dutzende Schiffe gestoppt, was den Ölhandel massiv beeinträchtigt.

  • Israel fordert die Entfernung hoch angereicherten Urans aus dem Iran und warnt, dass der aktuelle Bestand theoretisch für mehrere Atomwaffen ausreichen könnte.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi zeigt sich für ein Ende des Iran-Kriegs verhandlungsbereit, insofern die USA Bedingungen erfüllen. Sein Land sei bereit, den diplomatischen Prozess fortzusetzen, falls sich "die übertriebenen Forderungen, die bedrohliche Rhetorik und die provokativen Handlungen der amerikanischen Seite" änderten, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Außenminister.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hat. US-Präsident Donald Trump zeigte sich jedoch unzufrieden damit. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.

Trump hatte ebenfalls am Freitag die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte. 

Der Iran hatte bereits vergangene Woche Bedingungen für eine Beendigung des Kriegs gestellt: Dazu zählten laut Nachrichtenagentur Tasnim unter anderem die sofortige Aufhebung der von den USA verhängten Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Straße von Hormus.

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USA: 45 Schiffe gestoppt

Während die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten sind, setzen sich beide Seiten zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Der Iran hat die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Straße von Hormus durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen weitgehend unpassierbar gemacht.

Die USA haben ihrerseits weitreichende Sanktionen und eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden. Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 45 Schiffe gestoppt, wie das zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mitteilte.


Israel fordert Abzug von hoch angereichertem Uran aus dem Iran

Ein ranghoher israelischer Militärvertreter sagte laut "Times of Israel", der jüngste Krieg würde als großer Misserfolg gelten, falls Irans Vorrat von mehr als 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran nicht aus dem Land entfernt werde. Dieser Vorrat reicht israelischen Angaben zufolge dafür aus, elf Atombomben herzustellen, wenn er weiter angereichert würde. Iran betont immer wieder, dass sein Programm friedlicher Natur sei.

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Washington verlangt neben der Herausgabe des hoch angereicherten Urans die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Zudem will Washington dem Iran auch eine Begrenzung seines Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen auferlegen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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