Feuer in Urlaubsgebiet

Waldbrand am Gardasee zwingt Hunderte zur Evakuierung

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Griechenland: Aufräumen nach dem Brand

Videoclip • 02:40 Min • Ab 12


Ein Waldbrand am Westufer des Gardasees hat mehr als 200 Menschen aus ihren Unterkünften getrieben. Feuerwehr und Löschflugzeuge kämpfen gegen die Flammen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Waldbrand in Tignale am Westufer des Gardasees hat mehr als 200 Menschen, darunter zahlreiche Urlauber:innen, zur Evakuierung gezwungen.

  • Feuerwehr, Löschflugzeuge und Hubschrauber versuchen, die Feuerfronten einzudämmen und Wohnhäuser zu schützen.

  • Eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 40 Grad verschärft die Brandgefahr in Italien.

Am Westufer des Gardasees wütet ein großer Waldbrand. Nach Angaben der italienischen Feuerwehr mussten in der Gemeinde Tignale mehr als 200 Menschen ihre Unterkünfte verlassen. Unter ihnen waren zahlreiche Urlauber:innen, darunter mehrere Dutzend Gäste einer Ferienanlage. Auch mehrere Ferienhäuser wurden vorsichtshalber geräumt.

Das Feuer brach in den Bergen oberhalb des Seeufers aus und breitete sich am Freitagabend (7. August) sowie in der Nacht rasch aus. Am Freitagvormittag waren weiterhin zahlreiche Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Flammen einzudämmen. Zunächst gelang es jedoch nicht, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen.


Feuerwehr schützt Wohnhäuser und Ferienanlagen

"Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Eindämmung der Feuerfronten und den Schutz einiger Wohnhäuser", teilte die Feuerwehr laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Neben Einsatzkräften am Boden kamen auch Löschflugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz. Angaben über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Der Gardasee gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen Italiens und wird im Sommer auch von vielen deutschen Tourist:innen besucht. Ob deutsche Urlauber:innen konkret unter den Evakuierten waren, war zunächst nicht bekannt. Die Behörden brachten die betroffenen Menschen vorsorglich aus dem Gefahrenbereich.

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Hitzewelle verschärft die Brandgefahr

Italien leidet derzeit unter einer anhaltenden Hitzewelle. In mehreren Regionen wurden Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. Für fast alle größeren Städte gilt wegen der gesundheitlichen Belastung die höchste Warnstufe. Die extreme Wärme trocknet Vegetation und Böden aus und erschwert damit die Brandbekämpfung.

Auch die Wasserstände sind niedrig. Der Po, Italiens längster Fluss, führt nach Angaben der dpa derzeit nur wenig Wasser. Die hohen Temperaturen sollen bis Mitte des Monats anhalten. Damit bleibt die Gefahr weiterer Waldbrände bestehen – nicht nur am Gardasee, sondern in vielen Teilen des Landes.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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