Haftbefehl
Hamburg: Sabotageversuch an Marineschiff – zwei Männer festgenommen
Aktualisiert:
von Michael ReimersIn Hamburg und Griechenland wurden wegen versuchter Sabotage Haftbefehle gegen zwei Männer vollstreckt. (Archivbild)
Bild: Marcus Brandt/dpa
Motoren verstopft, Leitungen zerstochen, Elektronik außer Kraft - zwei Männer sollen versucht haben, im Hamburger Hafen ein Marineschiff zu sabotieren.
Das Wichtigste in Kürze
Zwei Männer aus Rumänien und Griechenland wurden wegen versuchter Sabotage an deutschen Marineschiffen festgenommen.
Sie sollen unter anderem Strahlkies in Motoren eingebracht, Leitungen zerstört und Elektronik deaktiviert haben.
Die Ermittlungen dauern an, auch mögliche Auftraggeber:innen werden noch gesucht.
Die deutsche Generalstaatsanwaltschaft Hamburg hat zwei Männer festnehmen lassen, denen versuchte Sabotage an einem für die Marine bestimmten Schiff vorgeworfen wird. Bei einer internationalen Aktion wurden ein 37-jähriger Rumäne in Hamburg und ein 54-jähriger Grieche in Griechenland verhaftet, wie die Behörde mitteilte.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden Wohnungen der Beschuldigten in Hamburg, Rumänien und Griechenland durchsucht. An der koordinierten Aktion waren neben der europäischen Justizbehörde Eurojust auch das Landeskriminalamt Hamburg sowie griechische und rumänische Strafverfolgungsbehörden beteiligt.
Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf der Frage nach möglichen Auftraggeber:innen der Beschuldigten.
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Schwerwiegende Sabotageakte
Die Verdächtigen sollen während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen gezielte Sabotagehandlungen an mehreren Korvetten vorgenommen haben, die für die deutsche Marine bestimmt waren. Die Schiffe befanden sich zum Zeitpunkt der Taten auf einem Werftgelände.
Nach Erkenntnissen der Ermittler:innen haben die Beschuldigten unter anderem:
über 20 Kilogramm Strahlkies in einen Motorblock eingebracht
Frischwasserzuleitungen zerstochen
Tankdeckel von Treibstofftanks entfernt
Sicherungsschalter der Schiffselektronik deaktiviert
Die Generalstaatsanwaltschaft betont, dass diese Handlungen, wären sie unentdeckt geblieben, zu erheblichen Schäden an den Schiffen oder deren verspätetem Auslaufen geführt hätten. Dies hätte die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und die Schlagkraft der Truppe gefährden können.
Verbindung zu früheren Vorfällen?
Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, hatte bereits im Februar des vergangenen Jahres von gezielten Schäden an Kriegsschiffen in Deutschland berichtet. "Es gibt auf mehr als einer Einheit Zerstörung, also Sabotage", sagte er damals bei den "Navy Talks" in Berlin.
Im Fokus der Ermittlungen steht unter anderem auch die Korvette "Emden", die von der Hamburger Werft Blohm+Voss gebaut wurde. Nach Angaben einer Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft beziehen sich die aktuellen Haftbefehle jedoch auf Handlungen an einem anderen Schiff.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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