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Milliarden-Projekt gestoppt: Pistorius zieht Notbremse bei Mega-Fregatten

Veröffentlicht:

von Jonas Bellermann

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Aus für größtes Fregatten-Projekt der Bundeswehr

Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


Kostenexplosion und massive Verzögerungen: Die Bundeswehr stoppt ihr größtes Marineprojekt. Verteidigungsminister Boris Pistorius beendet das Fregatten-Vorhaben F126 – mit weitreichenden Folgen für die Flotte.

Die Bundeswehr hat bei ihrem bislang größten Marinebeschaffungsprojekt die Reißleine gezogen. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) das milliardenschwere Fregatten-Projekt F126 gestoppt. Grund sind massive Probleme bei Zeitplan und Kosten, die das ursprünglich beauftragte niederländische Unternehmen nicht einhalten konnte.

Geplant waren zunächst vier Fregatten des Typs F126, später hatte die Marine sogar sechs Schiffe aufgestockt. Sie wären die größten Kampfschiffe in der Geschichte der Deutschen Marine geworden. Die Kosten wurden ursprünglich auf rund zehn Milliarden Euro veranschlagt. Laut Angaben des Ministeriums hätten sich die Ausgaben bei einer Fortführung jedoch auf mehr als 18 Milliarden Euro erhöht. Bereits jetzt sind demnach rund 2,3 Milliarden Euro in das Projekt geflossen.

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Bundeswehr setzt auf Kurswechsel

Auch der Zeitplan sei zunehmend ins Wanken geraten. Die erste Fregatte hätte ursprünglich Mitte 2028 ausgeliefert werden sollen, die restlichen Einheiten bis 2033. Diese Planung sei nach Einschätzung des Ministeriums nicht mehr realistisch gewesen. Vor diesem Hintergrund hat Pistorius die Notbremse gezogen und das Projekt beendet.

Statt der F126 setzt die Bundeswehr nun auf einen Kurswechsel: Künftig sollen acht Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU beschafft werden. Das Verteidigungsministerium verweist dabei auf eine entsprechende Beschaffungsentscheidung aus dem März. Diese Schiffe sind vor allem für die U‑Boot‑Jagd ausgelegt und zählen als wichtiger Beitrag zur maritimen Verteidigungsfähigkeit der NATO – insbesondere angesichts der sicherheitspolitischen Lage in Europa.

Mit dem Stopp der F126 markiert die Entscheidung einen der größten Einschnitte in der deutschen Rüstungsplanung der vergangenen Jahre – und zeigt, wie sensibel Großprojekte der Bundeswehr auf Kostensteigerungen und Verzögerungen reagieren.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


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