Personalwechsel
Evers statt Wegner nun CDU-Spitzenkandidat für Wahl in Berlin
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von Michael ReimersStefan Evers ist seit 2023 Finanzsenator von Berlin und übernimmt die CDU-Spitzenkandidatur in einer schwierigen Lage für die Partei.
Bild: Fabian Sommer/dpa
Der Berliner Finanzsenator Stefan Evers soll CDU-Spitzenkandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus im September werden. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hatte seine Kandidatur nach wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement während des Stromausfalls im Januar aufgegeben.
Der designierte neue Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Wahl im September, Finanzsenator Stefan Evers, will seine Partei im Wahlkampf wieder nach vorn bringen. Die CDU werde bis zur Wahl am 20. September viel erreichen können, wenn sie sich geschlossen, motiviert und mit Blick auf das Wesentliche präsentiere, sagte er am Freitagabend (10. Juli) nach einer Sitzung der CDU-Kreisvorsitzenden. "Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen."
Er freue sich, dass sich die Kreisvorsitzenden sehr geschlossen hinter ihn gestellt hätten, so Evers. Er übernehme die Spitzenkandidatur und kommissarisch auch den CDU-Landesvorsitz in einer ausgesprochen schwierigen Situation. Endgültig über die Spitzenkandidatur entscheidet der CDU-Landesvorstand voraussichtlich am Montag.
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Evers verteidigt Wegner: "Wir arbeiten, wir machen Fehler"
Am Freitagnachmittag hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner angekündigt, dass er seine Spitzenkandidatur für die Berliner CDU aufgibt. Er zieht damit Konsequenzen aus einer monatelangen Debatte um falsche Angaben über sein Krisenmanagement nach einem großen Stromausfall im Januar nebst einem Tennismatch. Dies hatte den Wahlkampf der CDU zunehmend belastet, große Unruhe in der Partei und zuletzt Rückzugsforderungen aus den eigenen Reihen zur Folge. Als Regierender will der 53-Jährige bis zur Wahl am 20. September und der Bildung eines neuen Senats danach im Amt bleiben.
"Wir arbeiten, wir machen Fehler", so Evers, der Wegner für seine "erfolgreiche Arbeit" dankte. "Wenn ein Punkt erreicht ist, an dem die Diskussion über Fehler aber den Blick auf das Wesentliche verstellt, dann muss man sich gemeinsam darüber klar werden, wie schaffen wir es, dass wir in dieser Stadt wieder über das sprechen, worauf es ankommt." Für die CDU gelte es nun, den Blick nach vorn zu richten.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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