Weltwirtschaftsforum
Epstein-Enthüllungen: WEF-Chef Børge Brende tritt zurück
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von Emre BölükbasiBørge Brende tritt nach den Epstein-Enthüllungen als WEF-Chef zurück. (Archivbild)
Bild: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa
Der WEF-Präsident zieht Konsequenzen: Børge Brende gibt sein Amt auf, nachdem seine Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein öffentlich wurden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Präsident des Weltwirtschaftsforums gibt sein Amt auf, nachdem US-Justizakten seine mehrfachen Treffen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenlegten.
Brende hatte zunächst jeden Kontakt bestritten, räumte später aber Abendessen 2018 und 2019 ein – obwohl Epstein bereits wegen Missbrauchs vorbestraft war.
In Norwegen untersucht das Parlament nun die Epstein-Verstrickungen der politischen Elite.
Børge Brende verlässt nach acht Jahren die Spitze des Weltwirtschaftsforums (WEF). Der ehemalige norwegische Außenminister begründet seinen Schritt mit der Sorge, der Epstein-Fall könne von der Arbeit der Organisation ablenken.
Seine Entscheidung fiel, nachdem sein Name in kürzlich freigegebenen US-Justizakten zu Jeffrey Epstein auftauchte – Dokumente, die seine Kontakte zu dem Sexualstraftäter offenlegten.
Brende hatte zunächst jeglichen Kontakt zu Epstein bestritten. Später räumte er ein, 2018 und 2019 mehrmals mit dem US-Finanzier zu Abend gegessen zu haben – zu einem Zeitpunkt, als Epstein bereits wegen Missbrauchs verurteilt war und eine Haftstrafe verbüßt hatte. Der norwegische Sender TV2 berichtete zudem über SMS-Nachrichten zwischen beiden, an die sich Brende nach eigenen Angaben nicht erinnern konnte.
Eine vom WEF in Auftrag gegebene externe Überprüfung habe nichts ergeben, was nicht bereits bekannt gewesen sei, teilte die Organisation mit. Dennoch zog Brende die Reißleine: Nach reiflicher Überlegung sei er zu dem Schluss gekommen, dass sowohl das Forum als auch er selbst davon profitierten, wenn er den Stab weitergebe.
Norwegens Elite im Fokus der Ermittler
Der Fall weitet sich aus: Das norwegische Parlament kündigte eine unabhängige Untersuchung zu den Verstrickungen der außenpolitischen Elite des Landes an. Gegen mehrere hochrangige Persönlichkeiten laufen bereits Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts, darunter Ex-Regierungschef Thorbjørn Jagland und die frühere Botschafterin Mona Juul. Selbst Kronprinzessin Mette-Marit taucht in den Akten auf – sie entschuldigte sich schriftlich für ihre Freundschaft zu Epstein.
Epstein betrieb jahrelang einen Missbrauchsring, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Der New Yorker starb 2019 in Haft, bevor es zu einer weiteren Verurteilung kommen konnte.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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