Krieg gegen die Ukraine

Drohnen und Logistik: Putin stellt seine Armee neu auf

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von Joachim Vonderthann

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Dobrindt warnt vor Drohnen-Gefahr

Videoclip • 01:29 Min • Ab 12


Russlands Präsident Putin baut das Verteidigungsministerium weiter um. Neue Führungsstrukturen und Personalentscheidungen sollen die Armee auf einen langen Krieg gegen die Ukraine ausrichten – und Putins Kontrolle über Militär und Rüstungsindustrie stärken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Russlands Machthaber Putin baut den Militärapparat seines Landes weiter um.

  • Die Schwerpunkte liegen bei Logistik, Rüstungsindustrie und Drohnentechnologie.

  • Die Armee soll für einen lang anhaltenden Abnutzungskrieg gegen die Ukraine gerüstet werden.

Russlands Präsident Wladimir Putin treibt den Umbau seiner Militärführung voran. Nach der Entlassung des langjährigen Verteidigungsministers Sergei Schoigu im Jahr 2024 wird die Befehlskette umfassend neu geordnet, wie Euronews berichtet. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Bereiche: die logistische Versorgung der Truppen und der Einsatz von Drohnen.

In einer offiziellen Kreml-Mitteilung betonte Putin, die Schlagkraft der Armee entscheide sich nicht nur an der Front. Ebenso wichtig seien Nachschub, Versorgung und eine funktionierende Rüstungsindustrie. Zudem forderte er eine "abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Verteidigungsministerium und Rüstungsindustrie".

Auch in den News:

Auch unbemannte Systeme rücken stärker in den Mittelpunkt. Putin erklärte dem Bericht zufolge, Drohnen hätten sich "als eines der Schlüsselelemente der modernen Gefechtsführung bewährt". Sie bräuchten deshalb eine eigene, zentralisierte Steuerung.

Zum Kommandeur der Drohnenkräfte wurde Generaloberst Denis Ljamin ernannt. Der neue Posten verdeutlicht, welches Gewicht der Kreml der Drohnentechnik inzwischen beimisst.

Mit Schoigus Entlassung im Mai 2024 begann eine umfassende Neuordnung im russischen Verteidigungsministerium. Seitdem wurden zahlreiche Generäle entlassen oder festgenommen. Euronews verweist auf Analysen, nach denen insbesondere Personen aus dem Umfeld der früheren Schoigu-Führung ins Visier geraten sind.

Als neuer Verteidigungsminister und Schoigus Nachfolger wurde Andrei Beloussow eingesetzt. Er ist Ökonom und Technokrat, nicht Militär. Seine Ernennung gilt als Wechsel hin zu einer stärker wirtschaftlich und organisatorisch gesteuerten Kriegsführung. Beloussow soll vor allem Ausgaben, Nachschub und die Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie organisieren.


Putin will Armee für langen Krieg gegen die Ukraine ausrichten

Laut dem Euronews-Bericht verfolgt der Kreml mit den Veränderungen mehrere Ziele. Die Armee soll für einen langen Abnutzungskrieg gegen die Ukraine vorbereitet werden. Dafür sollen Rüstungsproduktion, Versorgung und Drohnentechnik stärker koordiniert werden.

Zugleich soll Putins Einfluss auf die Streitkräfte wachsen. Eigenständige Machtzentren innerhalb der Armee sollen verhindert werden. Als Hintergrund wird auch der Aufstand des Wagner-Chefs Jewgeni Prigoschin genannt.

Die aktuellen Personalentscheidungen bedeuten dem Bericht zufolge mehr als einen Wechsel einzelner Führungskräfte. Sie stünden vielmehr für einen Umbau der russischen Militärstrukturen – mit stärkerer zentraler Steuerung durch den Kreml.


Verwendete Quellen:

Euronews: "Putin baut seine Armee um: Was hinter den neuen Kreml-Personalien steckt"

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