Siegmund oder Schulze?
CDU von AfD abgehängt: Warum die Sachsen-Anhalt-Wahl trotzdem spannend ist
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von Christopher Schmitt:newstime
Merz warnt vor AfD in Sachsen-Anhalt
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Was geht noch für die CDU? Die jüngsten Umfragen sagen einen mehr als deutlichen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt voraus. Doch möglicherweise regiert sie trotzdem nicht.
Das Wichtigste in Kürze
In der jüngsten Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen Anhalt führt die AfD mit 20 Prozentpunkten vor der zweitplatzierten CDU.
Falls die AfD – der Verband ist in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestuft – die absolute Mehrheit verpasst, braucht es wohl eine Viererkoalition.
Wichtig für eine Regierungsbildung wäre auch, ob Grüne oder das BSW es in den Landtag in Magdeburg schaffen.
Sachsen-Anhalt steht vor einer Richtungswahl: Wenn in wenigen Tagen ein neuer Landtag bestimmt wird, geht es längst nicht mehr um die Frage, ob die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD gewinnt – sondern nur noch darum, wie deutlich ihr Sieg ausfällt.
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Der Herausforderer mit dem Heimvorteil
In sämtlichen Erhebungen der vergangenen Monate thront die Partei unangefochten an der Spitze. Die jüngste Umfrage sieht die AfD bei 42 Prozent, die regierende CDU kommt lediglich auf 22 Prozent – ein nicht einzuholender Vorsprung.
Ulrich Siegmund, 35 Jahre alt, hat seine Anhängerschaft mobilisiert wie kein anderer Politiker im Land. Bei Bürgerdialogen, Familienfesten und Moped-Ausfahrten strömen Hunderte, manchmal Tausende zusammen. Die Menschen stehen Schlange für Selfies mit dem Mann, der T-Shirts mit seinem Konterfei verkauft. Seine Botschaft ist simpel, aber wirkungsvoll: "Gemeinsam holen wir uns unser Land zurück."
Für Sven Schulze, der erst im Januar das Amt von Reiner Haseloff übernahm, blieb kaum Zeit zur Profilierung. Der 47-Jährige aus dem Harzvorland tourte zwar durchs Land, besuchte Firmen und traf sich mit Lehrer:innen – doch den Abstand zur AfD konnte die CDU, die seit 24 Jahren die Landesregierung anführt, nicht verkleinern.
Schulze macht auch die Bundespolitik für seine schwierige Lage verantwortlich. Der Wahlkampf werde überlagert "von Themen, die wir schlecht beeinflussen können", klagte er. Seine größte Herausforderung: den Wähler:innen klarzumachen, dass es nicht um eine Abrechnung mit Berlin gehe, sondern um die Zukunft Sachsen-Anhalts.
Drei Szenarien für den Wahltag
Was nach dem 6. September geschieht, hängt entscheidend davon ab, wie viele kleinere Parteien den Sprung ins Parlament schaffen. Aktuell zeichnen sich zwei Hauptszenarien ab:
Erreicht die AfD die absolute Mehrheit, könnte sie ihr radikales Programm ohne Koalitionspartner umsetzen – ein Novum in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Allerdings deutet die neueste Datenlage eher nicht auf eine Alleinregierung hin.
Wahrscheinlicher erscheint eine AfD als stärkste Kraft ohne absolute Mehrheit. Dann müsste Schulze eine Minderheitsregierung bilden – möglicherweise unter Einbeziehung der Linken, was innerhalb der CDU auf Widerstand stößt. Manche Parteimitglieder plädieren für wechselnde Mehrheiten, die punktuell auch die AfD einbeziehen würden.
Hochspannung bis zur letzten Minute
Die Ausgangslage ist so brisant wie selten: Sollte die AfD über 40 Prozent landen, bräuchte es vier Parteien, um eine Regierung gegen sie zu formieren. Die Grünen schwanken in Umfragen um die Fünf-Prozent-Hürde, das BSW liegt meist knapp darunter, die SPD kämpft mit Werten unter zehn Prozent.
Mehrere Bündnisse rufen bereits dazu auf, so zu wählen, dass möglichst viele Parteien ins Parlament kommen – um eine AfD-Alleinregierung zu verhindern. Doch selbst wenn das gelingt, steht Sachsen-Anhalt eine schwierige Regierungsbildung mit wochenlangen Verhandlungen bevor.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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