Sicherheitsbedenken

Bei Treffen mit Putin: Keine Uhren mehr erlaubt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

Der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag, dem 9. Mai 2026, im Großen Kremlpalast in Moskau während der Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg

Bild: AP / Ramil Sitdikov


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Wegen Sicherheitsbedenken soll Russlands Präsident Putin verfügt haben, dass bei Treffen mit ihm seine Beamt:innen keine Uhren mehr tragen dürfen. Zuvor waren schon Handys in seiner Gegenwart untersagt.

Das Wichtigste in Kürze

Der russische Sicherheitsdienst FSO soll angeordnet haben, dass Staatsbeamt:innen bei Treffen mit Präsidenten Wladimir Putin keine Uhren mehr tragen dürfen. Das meldet "t-online.de" unter Berufung auf den Telegram-Kanal der Politikorganisation Open Russia. Demnach ist das Verbot bereits Mitte April in Kraft getreten.

Wie es weiter heißt, haben Journalist:innen des Kanals Bilder von Begegnungen Putins mit seinen Getreuen ausgewertet. Diese Analyse habe ergeben, dass Beamt:innen in Putins Nähe offenbar zuletzt tatsächlich keine Uhr mehr trugen. Selbst Verantwortliche, die bisher selten ohne Uhr auftraten, wie der Gouverneur der Region Tambow, Jewgeni Perwschow, und der Chef der Republik Mordwinien, Artjom Sdunow, seien ohne Armbanduhr bei Putin gewesen.

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Handyverbot in Putins Nähe gilt schon länger

"Handys sind schon lange verboten – jetzt wurden auch Uhren, sowohl elektronische als auch mechanische, auf die Liste gesetzt", wird eine Quelle aus dem präsidialen Umfeld zitiert. Jedoch gebe es auch Ausnahmen. So seien Menschen, die Putin nahestehen, von der neuen Regel offenbar noch nicht betroffen zu sein.

Auch Sergei Tschemesow, Chef des Hubschrauberherstellers Rostec, habe kürzlich bei einem Treffen mit Putin eine Uhr getragen. "Auch sie geben ihre Handys ab, aber die Uhrenregelung gilt nicht für sie – zumindest vorerst. Die kleineren Fische dürfen ohnehin nichts mehr mitbringen", so die Quelle weiter.

Auch in den News:

Putin sorgt sich offenbar um seine Sicherheit

Putin selbst legt dem Bericht zufolge vor Treffen mittlerweile ebenfalls seine Uhr ab. Die genauen Gründe der Anweisung sind nicht bekannt geworden. Ein Bericht europäischer Geheimdienste von Anfang Mai bestätigt jedoch, dass der Kreml die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft hat, da Putin offenbar um seine Sicherheit fürchtet.

Als Gründe werden vermehrte Attentate auf hochrangige russische Militärs und die Angst vor einem Staatsstreich angegeben, berichtete der US-Sender CNN Anfang Mai unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste. Bei engen Mitarbeiter:innen des russischen Präsidenten wie Köch:innen, Leibwächter:innen und Fotograf:innen wurden demnach Überwachungssysteme in den Wohnungen installiert und ihnen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel untersagt. Wer in Putins Nähe arbeite, dürfe lediglich Telefone ohne Internetzugang nutzen, hieß es weiter.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

meduza.io: "Report: Russia’s FSO bans officials from wearing watches at meetings with Putin"

t-online.de: "Uhren-Verbot bei Treffen mit Putin"

cnn.com: "Unsettled Kremlin tightens security around Putin amid assassinations and coup fears, intel report says"

ft.com: "Vladimir Putin hunkers down for fear of assassination"

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