Iran-Krieg
Außenminister: Israel und USA kannten offenbar geheime Treffen
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
USA eskalieren Angriffe auf Iran
Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
Erstmals räumt Irans Außenminister Abbas Araghtschi mögliche Schwachstellen in den eigenen Sicherheitsstrukturen ein. In einem Interview spricht er über den ersten Kriegstag und vermutet, dass Israel und die USA über interne Beratungen informiert waren.
Das Wichtigste in Kürze
Irans Außenminister spricht offen über mögliche Sicherheitslücken vor den Angriffen.
Die USA und Israel sollen über wichtige Treffen der iranischen Führung informiert gewesen sein.
Araghtschi deutet neben Infiltration auch eine mögliche Einflussnahme auf Entscheidungen an.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat sich in einem Interview ungewöhnlich offen zu möglichen Sicherheitsproblemen vor dem Krieg mit den USA und Israel geäußert. In dem Gespräch mit dem regierungsnahen Medienaktivisten Dschawad Mogoi berichtete er von den Ereignissen am ersten Kriegstag und sprach von möglichen Schwachstellen innerhalb der iranischen Sicherheitsstrukturen. Auszüge des Interviews wurden von iranischen Medien veröffentlicht, die vollständige Version ist bislang nicht verfügbar.
Sicherheitslücke könnte weiterhin bestehen
Nach Angaben Araghtschis fanden zum Zeitpunkt der Luftangriffe auf Teheran mehrere wichtige Treffen von Politik und Militär statt. Dabei wurden zahlreiche ranghohe Politiker und Generäle getötet. Am Morgen des Angriffs habe er noch den Stabschef des obersten Führers Ali Chamenei getroffen, um ihn über die Gespräche mit den USA zu informieren.
Der Außenminister vermutete, dass Israel und die USA von diesen Sitzungen gewusst hätten. Dies spreche aus seiner Sicht für eine Sicherheitslücke, die möglicherweise weiterhin bestehe. Dabei gehe es nicht nur um das Einschleusen von Informanten, sondern auch um eine mögliche Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse. Weitere Einzelheiten wollte Araghtschi jedoch nicht nennen.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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