Gerüchte werden dementiert

Angebliche Explosionen im Iran gemeldet

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von dpa

Explosionen vor einem Marinemanöver im Iran werden dementiert.

Bild: Uncredited/Revolutionary Guard/AP/dpa


Vor dem Marinemanöver der iranischen Revolutionsgarden kommt es zu Detonationen. Anschlagsgerüchte nach einer Explosion in einer Stadt am Persischen Golf werden dementiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Bandar Abbas, Ahwas und nahe Teheran kam es zu Detonationen mit mehreren Toten und Verletzten.

  • Behörden weisen Berichte über ein Attentat auf den Marinechef der Revolutionsgarden zurück und sprechen teils von Gasexplosionen.

  • Die Vorfälle ereignen sich kurz vor einem Marinemanöver mit China und Russland sowie drohenden Militärgebärden der USA.

Inmitten wachsender Kriegssorgen haben sich im Iran mehrere Explosionen ereignet. Bei einer Explosion in der Hafenmetropole Bandar Abbas im Süden des Landes am Persischen Golf seien eine Person getötet und 14 Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Augenzeugen berichteten auch von einer Explosion nahe der iranischen Hauptstadt Teheran. Das iranische Online-Portal "Nur News" berichtete zudem unter Berufung auf den Feuerwehrchef der Stadt Ahwas im Südwesten des Landes, dass sich dort eine Gasexplosion ereignet habe. Den Angaben nach gab es vier Tote.


Nachrichtenagentur dementiert Gerüchte

Die Nachrichtenagentur Tasnim, die den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) nahesteht, dementierte Gerüchte, wonach die Explosion in Bandar Abbas ein Anschlagsversuch auf den Kommandeur der IRGC-Marine, Aliresa Tangsiri, gewesen sei.

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna veröffentlichte ein Foto einer teilweise zerstörten Häuserfront eines mehrgeschossigen Wohnhauses. Der Grund für die Explosion sei noch unklar, hieß es.

Auch in den Nachrichten:

Sorge vor einem Krieg

In Kürze beginnt ein dreitägiges Marinemanöver der iranischen Revolutionsgarden im Persischen Golf, an dem auch China und Russland teilnehmen sollen. Hintergrund sind militärische Spannungen. US-Präsident Donald Trump hatte eine Flotte samt Flugzeugträger in die Region verlegt. Der Republikaner hatte der Führung in Teheran wiederholt gedroht, in dem Land einzugreifen, nachdem der Sicherheitsapparat brutal gegen Proteste vorgegangen war.

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