Konflikt mit USA

Irans Außenminister signalisiert Gesprächsbereitschaft – droht aber mit Krieg

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Trump droht Iran mit Militärschlag (29. Januar)

Videoclip • 22 Sek • Ab 12


Irans Außenminister Abbas Araghtschi zeigt sich offen für Verhandlungen mit den USA, warnt aber zugleich vor einem militärischen Konflikt. Er hat auch eine klare Warnung in Richtung Trump.

Das Wichtigste in Kürze

  • Irans Außenminister Abbas Araghtschi setzt auf Abschreckung und Dialog zugleich.

  • Während er Gesprächsbereitschaft signalisiert, lehnt Teheran zentrale US-Forderungen strikt ab.

  • Die Spannungen mit Washington bleiben hoch, konkrete Gespräche sind weiter offen.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zeigt eine klare Doppelstrategie: Bereitschaft zu Verhandlungen mit den USA, gleichzeitig aber Unnachgiebigkeit bei zentralen Fragen der nationalen Sicherheit. In Istanbul wies er wesentliche Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurück und machte deutlich, dass der Iran sowohl auf Dialog als auch auf Konfrontation vorbereitet sei.

Rote Linien klar gezogen

Bei seiner Pressekonferenz in Istanbul stellte Araghtschi unmissverständlich klar: Verteidigungsstrategien und das iranische Raketensystem werden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein. Der Iran werde seine militärischen Fähigkeiten bewahren und bei Bedarf sogar ausbauen.

Besonders die Urananreicherung – ein zentraler Streitpunkt – bezeichnet der Außenminister als nicht verhandelbar: "Wir können auf die Urananreicherung nicht verzichten, weil sie eine Errungenschaft unserer eigenen Wissenschaftler ist, und mehr noch, weil sie eine Frage des Nationalstolzes ist", erklärte Araghtschi in einem Interview mit Fox News.

Auch in den News:

Warnungen vor Eskalation

Der iranische Chefdiplomat warnte die USA vor den Konsequenzen eines militärischen Konflikts. Ein solcher Krieg würde diesmal über einen bilateralen Konflikt hinausgehen. Diese Warnung kommt nicht aus heiterem Himmel – im Juni 2025 hatten die USA und Israel iranische Atomanlagen angegriffen, darunter die unterirdische Anlage Fordo. Danach hatte Araghtschi mit "dauerhaften Folgen" gedroht.

Trotz der harten Rhetorik hält Araghtschi die Tür für Gespräche offen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: "Verhandlungen müssten auf der Grundlage gegenseitiger Interessen und gegenseitigen Respekts geführt werden", betonte er. Vor konkreten Gesprächen müssten zunächst Inhalt, Format, Ort und Datum geklärt werden.

In seinem Fox-News-Interview signalisierte er Kompromissbereitschaft beim Atomprogramm: Der Iran sei zu Verhandlungen bereit, "um sicherzustellen, dass unsere Anreicherung nur friedlichen Zwecken dient". Zudem sei man bereit, "jede vertrauensbildende Maßnahme zu ergreifen, die nötig ist, um zu beweisen, dass das iranische Atomprogramm friedlich ist und für immer friedlich bleiben wird".

Türkei als möglicher Vermittler

Die Türkei versucht, sich angesichts der Spannungen als potenzieller Vermittler zu positionieren. Der türkische Außenminister Hakan Fidan betonte die "entscheidende Bedeutung" einer Wiederaufnahme der Verhandlungen, um einen "zerstörerischen" Krieg in der Region zu vermeiden.

Türkische Medien berichteten, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen US-Amtskollegen Trump um hochrangige trilaterale Gespräche mit dem Iran gebeten habe.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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