Dänemark warnt
Was passiert mit "Timmys" Kadaver? Wal könnte explodieren
Veröffentlicht:
von Momir Takac:newstime
Traurige Gewissheit: Wal Timmy ist tot
Videoclip • 01:03 Min • Ab 12
Buckelwal "Timmy" ist tot. Während Dänemark den Dingen ihren Lauf lassen will, möchte Deutschland den GPS-Sender auswerten und den Fall wissenschaftlich aufarbeiten.
Nach dem bestätigten Tod von Buckelwal "Timmy" vor der dänischen Küste stellt sich die Frage, wie es mit dem Kadaver weitergeht. Schließlich erregte sein Schicksal wochenlang Aufmerksamkeit. Dänemark, das verantwortlich ist, plant keine Eingriffe. Deutschland will aus dem Fall lernen.
Kadaver von Buckelwal "Timmy": Dänen warnen vor Explosionsgefahr
Dänemark will "Timmy" dem Gang der Natur überlassen. Die Behörden planen keine aktive Bergung und auch keine vollständige Obduktion des Wals, solange keine akute Gefahr für Schifffahrt, Küstenschutz oder Umwelt entsteht. Der Kadaver ist bereits stark verwest. Das Gewicht würde eine Bergung logistisch aufwändig machen.
Allerdings warnten die Behörden vor Gefahren. Wale tragen wie alle Säugetiere Keime und Parasiten in sich, die bei Kontakt auf den Menschen übertragen werden könnten. Zudem lagern sich im Laufe des Lebens Umweltgifte in der Fettschicht sowie Schwermetalle in Organen und im Gewebe an, die bei der Verwesung freigesetzt werden. Diese landen im Meer oder könnten lokal begrenzt Ökosysteme belasten.
Auch in den News:
Deutschland möchte Daten des GPS-Senders auswerten
Auch wird vor einer Explosionsgefahr gewarnt. In fortgeschrittener Verwesung bilden sich unter der Speckschicht große Mengen Faulgase, die nicht entweichen können. Im schlimmsten Fall erfolgt die Entladung plötzlich, in Form einer Explosion. Manipulationen am Wal könnten die Gefahr einer Explosion erhöhen.
Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern versucht gemeinsam mit den dänischen Behörden, die letzten Senderdaten auszulesen. Das soll klären, wann "Timmy" starb, wo er sich nach der Freilassung im Kattegat aufhielt, und ob der GPS-Sender, der zunächst nicht am Wal entdeckt worden war, überhaupt durchgehend funktionierte. Darüber hinaus soll der Fall wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Experten diskutieren bereits, ob die Rettungsaktion sinnvoll war oder ob der Buckelwal möglicherweise bereits zu geschwächt war, um zu überleben.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Welt.de: "Was man aus dem Fall des Buckelwals 'Timmy' lernen kann"
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