Wetter
Warnung des DWD: Glatteisgefahr im Westen - eisige Kälte im Osten
Aktualisiert:
von dpaIn Berlin ist es weiter frostig kalt.
Bild: Britta Pedersen/dpa
Im Westen Deutschlands ist es deutlich wärmer als im dauerfrostigen Nordosten. Doch zur Wochenmitte droht dort Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Sogar eine Unwetterlage ist möglich.
Das Wichtigste in Kürze
Zur Wochenmitte droht im Westen und Südwesten gefrierender Regen mit potenziellem Unwetterpotenzial.
Während der Nordosten bei Dauerfrost (bis -7 Grad) erstarrt, steigen die Werte im Südwesten auf bis zu 11 Grad.
Im Nordosten sorgt der Wind-Chill-Effekt für gefühlte Temperaturen von bis zu -22 Grad und erschwert die Lage auf vereisten Gehwegen.
Während die Menschen im Osten und Nordosten mit den eisigen Temperaturen zu kämpfen haben, droht im Westen und Südwesten Deutschlands zur Wochenmitte neue Glatteisgefahr. Am Dienstag (3. Februar) fällt dort laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeitweise gefrierender Niederschlag.
Für große Teile Baden-Württembergs und Hessens sowie den Süden von Bayern erwartet der DWD am Vormittag Glättegefahr. Auch Unwettergefahr ist nicht ausgeschlossen. Sonst rechnet der Wetterdienst nur örtlich mit glatten Straßen - durch geringen Sprühregen, Schneegriesel oder überfrierende Nässe.
Tagsüber kann es im westlichen Bergland sowie vom Münsterland bis in den Nordwesten Glatteis durch gefrierenden Regen geben - regional auch mit Unwettergefahr.
Frostig im Norden, bis zu 11 Grad im Süden
Bereits die letzten Tage hatte sich Deutschland bei der Wetterlage zweigeteilt gezeigt: Frost im Nordosten mit Minusgraden, und teils zweistellige Höchstwerte im Westen, Südwesten und am zeitweise föhnigen Alpenrand. Am Dienstag werden in der Nordosthälfte Temperaturen von bis zu minus 7 bis 0 Grad erwartet. Dagegen kann es am Oberrhein und Alpenrand bis zu 11 Grad warm werden. Im Rest des Landes liegen die Temperaturen bei 0 bis +8 Grad.
Während für den Süden schwacher Wind angesagt wird, kann es an den Küsten und in Hochlagen stürmisch werden. Sonst wehe mäßiger und teils stark böiger Ostwind. Die Niederschläge ziehen nach DWD-Angaben langsam bis Mittwoch nach Norden. "Gebietsweise besteht vom Nordwesten bis in die östliche Mitte erhöhte Glatteisgefahr", sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid.
Eisige Hauptstadt - Gefühlte Temperatur noch kälter
Besonders in Berlin und im Nordosten regiert weiter die Kälte. Viele Gehwege in der Hauptstadt sind immer noch vereist, ein Ende ist nicht in Sicht. Immerhin hatte die Verkehrssenatorin Ende vergangener Woche bekanntgegeben, dass der Einsatz von Streusalz auf Gehwegen nun doch erlaubt sei. Die Stadtreinigung bietet angesichts der Eisglätte zudem kostenlos Splitt an - für die Bezirke und auch für Privatpersonen.
Mit am kältesten war es zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern. Wetterexperte Stefan Kreibohm erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Wind dafür sorge, dass sich die niedrigeren Temperaturen teils deutlich kälter anfühlten. Der Meteorologe sprach von einer gefühlten "Temperatur von teilweise minus 22 Grad" am Montag. Grund sei der sogenannte Wind-Chill-Effekt. Der Wind trage die Warmluftschicht um den Körper permanent ab. Die Kälte gehe gefühlt fast "durch einen hindurch".
Auch in den News:
Streik erschwerte den Verkehr
Am Montag wurde der Weg zur Arbeit für viele Pendler:innen neben dem Wetter zudem durch einen ganztägigen Warnstreik beim öffentlichen Nahverkehr erschwert. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen blieben bei zahlreichen kommunalen Betrieben in den Depots.
Betroffen waren nahezu alle 16 Bundesländer, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Lediglich Niedersachsen war den Angaben nach ausgenommen. Nach ADAC-Einschätzung machte sich der Warnstreik im morgendlichen Berufsverkehr besonders in den Ballungsräumen auf den Straßen bemerkbar.
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