Mobilität
Verdi-Streik am Montag: Bus-, U-Bahn- und Tram-Verkehr betroffen
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von Laura GebertshammerAuch bei den Verhandlungen 2023 entschied sich Verdi für Warnstreiks in Bayern. (Archivbild)
Bild: Sven Hoppe/dpa
Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen: Wer auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, sollte sich für Montag nach Alternativen umschauen. Grund ist der Streit um mehr Geld für Mitarbeiter.
Busse, Straßen- und U-Bahnen betroffen
Fahrgäste von Bussen sowie Straßen- und U-Bahnen in Bayern müssen am Montag mit massiven Problemen durch Warnstreiks rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft an diesem Tag Beschäftigte im Nahverkehr zum ganztägigen Ausstand auf. Betroffen sind unter anderem München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt.
Verdi hatte bereits nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde mit "massiven Warnstreiks" im Freistaat bis zur nächsten Runde am 13. Februar gedroht - aber zunächst kein konkretes Datum dafür genannt.
Eingeschränktes Angebot
In den betroffenen Städten werden voraussichtlich dennoch einzelne Busse fahren, vor allem dort, wo der Betrieb an externe Firmen vergeben ist. Unter Umständen fahren auch einzelne U-Bahn-Linien. Die S-Bahnen in München und Nürnberg sind nicht betroffen, da sie von der Bahn betrieben werden. Auch Regionalbusse werden in der Regel nicht bestreikt.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erwartete bei Bussen einen stark eingeschränkten Betrieb. Die U-Bahn bleibe aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb. Ob später zumindest eine Linie fahren könne, hänge davon ab, ob genug Personal den Dienst antrete. Ähnlich sei die Situation bei der Tram.
In Nürnberg sollen die U-Bahnen stehen bleiben. Im Busbereich ist geplant, auf Basis der Nachtlinien 14 Linien zu betreiben, die jeweils zur vollen Stunde am Hauptbahnhof starten.
Verhandlung mit umfangreichen Forderungen
Die Forderungsliste der Gewerkschaft ist lang: Unter anderem enthält sie eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro pro Monat sowie den Wechsel von einer 38,5-Stunden-Woche auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Weitere Aspekte sind ein um 5 Prozentpunkte höherer Sonntagszuschlag von 30 Prozent, eine tarifliche Regelung für eine Mindestruhezeit von elf Stunden sowie für die Arbeitnehmer günstigere Regelungen dazu, was vor Fahrtbeginn und nach Fahrtende als Arbeitszeit angerechnet wird. Als Laufzeit strebt Verdi zwölf Monate an.
In Bayern findet der Tarifvertrag Nahverkehr laut Verdi in mehr als 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 9.000 Beschäftigten.
Vorstellungen lagen zuletzt weit auseinander
Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Bayern nannte die Forderungen der Gewerkschaft nach der Verhandlungsrunde am Montag realitätsfern: "Sie übersteigen das von jedem Unternehmen wirtschaftlich Leistbare bei weitem." Man habe stattdessen unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um mindestens 5,0 Prozent in zwei Schritten vorgeschlagen. Zudem sollten Ausbildungsgehälter in zwei Schritten um insgesamt 150 Euro steigen - jeweils bei einer Laufzeit bis Ende 2027.
Die Verdi-Branchenkoordinatorin für Busse und Bahnen in Bayern, Katharina Wagner, sagte, die Eskalation in der Tarifrunde liege allein in der Verantwortung der Verhandler auf der Seite der Arbeitgeber. "Wir haben im letzten Jahr deutlich gemacht, dass wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne der Beschäftigten in Bayern mit einer langfristigen Strategie verbessern und sichern wollen. Dies wäre über die Verabredung verschiedener Etappenziele möglich gewesen. Einzig zu einem Tarifabschluss, bei dem uns die Bedingungen diktiert werden, waren wir nicht bereit."
2023 hatte es bis zu einer Einigung insgesamt fünf Verhandlungsrunden gebraucht, damals kam es auch zu Warnstreiks.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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