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Feuerwehr kämpft "immer häufiger" mit Waldbränden: Diese Regionen sind besonders gefährdet

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Waldbrand in NRW bedroht Hürtgenwald-Gey

Videoclip • 02:49 Min • Ab 12


In den vergangenen Wochen brannte es nahezu überall in Südeuropa, nun auch in NRW. Ein Feuerwehrmann erklärt im :newstime-Interview, wo Waldbrände sich leichter ausbreiten – und wie gut die Einsatzkräfte hierzulande vorbereitet sind.

In Nordrhein-Westfalen lodern die Flammen: Im Verbund kämpfen Feuerwehr und Bundeswehr gegen das Feuer bei Hürtgenwald-Gey. Die verheerenden Waldbrände in Spanien und Frankreich, Griechenland oder Kroatien bestimmten in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen.

Der Brand in der Eifel macht deutlich, wie präsent die Gefahr auch hierzulande ist. Hendrik Hänig von der Berufsfeuerwehr Brandenburg an der Havel erklärt im exklusiven :newstime-Interview, welche Regionen besonders gefährdet sind – und was die Ausbreitung des Feuers dort begünstigt.

"Natürlich sind höhere Temperaturen immer gefährlich", stellt Hänig zunächst klar. Die anhaltende Hitze sorgt schließlich für ausgeprägte Trockenheit. Regionale Unterschiede gibt es jedoch unter anderem aufgrund von Weltkriegsbomben im Boden. "Gerade hier in Brandenburg, aber auch in anderen Regionen von Deutschland spielt eben Munitionsbelastung aus dem Zweiten Weltkrieg eine Rolle", so der Feuerwehrmann. "Die Munition dort wird immer anfälliger und löst eben oft Waldbrände aus."

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Waldumbau, "um Bilder wie in Südeuropa zu verhindern"

Er und seine Kolleg:innen würden "immer häufiger" mit Waldbränden konfrontiert, dabei handele es sich jedoch glücklicherweise um Waldbodenbrände. Diese seien nicht zu vergleichen mit denen, die aktuell in Südeuropa wüten. Dieser Umstand sei dem ausgeprägten Mischwald-Vorkommen hierzulande zu verdanken. Wo es Laub- und Nadelbäume gibt, ist die Brandausbreitung weniger gefährlich als bei Wäldern, die ausschließlich aus Nadelbäumen bestehen.

"Wir sind auch dabei, entsprechende Schutzschneisen zu ziehen, um das Feuer auch an bestimmten Stellen einzudämmen", erklärt Hänig. In Deutschland werde der Waldumbau vorangebracht, "um Bilder wie in Südeuropa zu verhindern".

Harz und Erzgebirge: Nadelwald als Gefahr

Allerdings gibt es auch in Deutschland Regionen mit Nadelwäldern – und genau diese sieht Hänig im Gespräch mit :newstime als besonders gefährdet an: Er nennt neben dem Harz auch das Erzgebirge. Beide Mittelgebirge sind durch Fichten geprägt. In der sächsischen Region stünden aufgrund entsprechender Investitionen sogar Löschflugzeuge zur Verfügung. Allerdings stellt der Feuerwehrmann klar: Ohne Bodentruppen wird kein Feuer eingedämmt.

Aber wie gut ist Deutschland nun auf Waldbrände vorbereitet? Hänig zieht ein optimistisches Fazit: "Wir unterstützen uns über die Ländergrenzen hinaus. Von unseren Erfahrungen profitieren andere Bundesländer – umgekehrt genauso." Die vergangenen Monate hätten gezeigt, "dass wir alle zusammen in Deutschland es eben schaffen, die Waldbrände einzudämmen". Worte, die den Menschen in der Eifel Hoffnung machen dürften.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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