Einwanderung
Japan erhöht Gebühr für Daueraufenthalt drastisch
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Japan: Historischer Wahlsieg für Takashi
Videoclip • 36 Sek • Ab 12
Wer in Japan dauerhaft bleiben will, zahlt künftig rund 1.100 Euro statt bisher 55 Euro. Hinzu kommen neue Anforderungen an Einkommen, Rente und Sprachkenntnisse.
Japan hat die Gebühr für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis drastisch erhöht: Statt bisher rund 10.000 Yen werden laut mehreren Medienberichten künftig 200.000 Yen fällig, umgerechnet etwa 1.100 Euro. Das entspricht einer Verzwanzigfachung. Zusätzlich müssen Antragstellende künftig neue Vorgaben bei Einkommen, Rentenbeiträgen und japanischen Sprachkenntnissen erfüllen.
Auch in den News:
Japan ist auf Zuwanderung angewiesen
Die Maßnahme ist Teil einer Reihe von Verschärfungen in der japanischen Einwanderungspolitik unter der als stramm konservativ geltenden Premierministerin Sanae Takaichi. Hintergrund ist das rasche Wachstum der ausländischen Bevölkerung: Ende 2025 lebten gut 4,12 Millionen Menschen ohne japanischen Pass im Land, ein Zuwachs von 9,5 Prozent innerhalb eines Jahres und damit ein Höchstwert. Japan ist auf die Zuwanderung angewiesen. Die Bevölkerung schrumpft und altert, viele Branchen suchen händeringend Personal.
Takaichi, Japans erste Frau an der Spitze, hat das Thema seit ihrem Amtsantritt im Oktober vergangenen Jahres zu einer ihrer Prioritäten gemacht. Die neuen Regeln seien nötig, um die wachsende Sorge der japanischen Bevölkerung über den Zuzug aus dem Ausland zu dämpfen, erklärte sie auf der Plattform "X".
Verwendete Quellen:
New York Times: "Japan Raises Residency Fees 2,000 Percent Amid 'Anxiety' Over Foreigners"
BBC: "Japan raises permanent residency fee by 20 times"
X
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Tennessee
Christa Gail Pike überlebt Todesspritzen – Hinrichtung gescheitert

Tech-Milliardär
Musk soll in Hegseths Auftrag "Zukunft der Kriegsführung" erforschen

Neuer Krach?
Klingbeils Zuckersteuer vorerst gestoppt – Kanzleramt legt Veto ein!

Schweizer Alpen
Bei Zermatt: US-Amerikaner stirbt nach Sturz in Gletscherspalte

Stimmungstest
Hamburg: CDU rutscht in Umfrage auf zwölf Prozent ab

ARD-Talk
Holocaust-Überlebende Charlotte Knobloch: "Menschen haben Angst"

