Hoher Wellengang
Wal-Transportschiff kommt nicht weiter: Wird Timmy an Ort und Stelle freigelassen?
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Wal-Experte ist skeptisch: Wie geht es weiter?
Videoclip • 07:36 Min • Ab 12
Nach tagelanger Fahrt entlang der dänischen Küste ist der Lastkahn mit dem Buckelwal fast in der Nordsee angekommen. Erst dort soll das Tier eigentlich abgeladen werden. Doch es gibt Probleme.
Das Wichtigste in Kürze
Das Schiff mit dem Wal hat fast die Nordsee erreicht.
Wegen schwieriger Wetterbedingungen drehte es aber zunächst ab.
Wo der Buckelwal am Ende ausgesetzt werden soll, ist bislang noch nicht entschieden.
Der Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal hat am Morgen nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt drehte das Schiff dann aber zunächst ab, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Grund seien die schwierigen Wetterbedingungen, sagte Martin Bocklage, Kapitän des Begleitschiffs "Robin Hood", dem Sender NDR.
Am nördlichsten Punkt Dänemarks, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.
Nach Angaben von Teammitgliedern der privaten Initiative für den Transport wird am Vormittag beraten, wie es weitergehen soll. Zu den Möglichkeiten zählt demnach, an ruhigerer Stelle auf besseres Wetter zu warten - oder aber, den Wal direkt an Ort und Stelle und doch nicht erst in der Nordsee freizusetzen. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der sogenannten Barge groß, hieß es.
In Dänemark rettet man gestrandete Wale nicht
Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in den Lastkahn bugsiert worden. In dem mit Wasser gefüllten Stahlbecken, der vom Schlepper "Fortuna B" gezogen wird, war das zwölf Meter lange, geschwächte Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal in tiefem Wasser ausgesetzt werden. Wo genau, stand den Angaben zufolge zunächst nicht fest.
Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, würden ihm die dänischen Behörden wohl nicht helfen. Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten generell "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden.
Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Mehr entdecken

Repräsentative Befragung
Interesse am Klimawandel unter Jugendlichen sinkt

Wetterphänomene
Eisheilige: Das hat es mit der Wetterregel auf sich

Feiertag
"Tag der Arbeit": Deshalb ist am 1. Mai frei

Kriminalität
Hunderte Missbrauchsfälle? Ermittler suchen weitere Zeugen

Am Wochenende
Ab 6,99 Euro: Neue Last-Minute-Tickets bei der Bahn

Bundesweiter Durchschnitt
Tankrabatt in Kraft: Preise für Super E10 purzeln unter 2 Euro

