Gestrandet an Ostseeküste

Buckelwal steckt weiter in Lübecker Bucht fest – Bagger angefordert

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Wal-Rettung in Ostsee gescheitert

Videoclip • 28 Sek • Ab 12


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Gelingt doch noch die Rettung? Bei Timmendorfer Strand an der Ostseeküste steckt ein Großwal fest. Jetzt soll schweres Gerät helfen.

Kann der Großwal, der vor der Lübecker Bucht an der Ostsee gestrandet ist, gerettet werden? Immer noch liegt das Tier im flachen Wasser vor dem Ortsteil Niendorf der Gemeinde Timmendorfer Strand.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd am Dienstag (24. März), dass es dem Wal unverändert gehe. Das Tier, laut Sea Shepherd ein männlicher Buckelwal, atme und gebe Geräusche von sich, ab und an hebe er den Kopf. Nach wie vor sitzt der Wal auf einer Sandbank fest.

Großer Bagger erwartet

Am Mittwoch (25. März) könnte sich das Blatt wenden: Ein größerer Saugbagger wird am Timmendorfer Strand erwartet. Er soll am Nachmittag aufgebaut werden. Wann er eingesetzt wird, ist aber noch unklar, so Mannheimer. Dies entschieden die Expert:innen vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), die ebenfalls wieder vor Ort sein werden. Der Bagger soll den Sand vor dem Wal so entfernen, dass er zurück ins tiefere Wasser gelangen kann, ohne sich umzudrehen.

Der Versuch, den Wal mit einem kleineren Saugbagger zu retten, war am Dienstag gescheitert. "Leider hat sich herausgestellt, dass der Sand zu fest ist", erklärt ITAW-Walexpertin Stephanie Groß.

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Helfer: "Ich würde gerne mehr machen"

Bei der Rettungsaktion am Dienstag wurden auch Polizei-Boote, Schlauchboote sowie Feuerwehr-Drohnen eingesetzt. Die Polizei erklärte am Dienstagmorgen, dass das Hochwasser gegen Mitternacht nicht dafür gesorgt habe, dass sich der Wal aus eigener Kraft freischwimmen konnte.

Mannheimer beteuerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass die Situation niemanden kalt lasse "Ich würde gerne mehr machen", erklärte der Helfer. Er habe noch Hoffnung, dass es der Wal doch noch zurück ins tiefere Wasser schafft, sagte Mannheimer am Mittwoch.

Neben Einsatzkräften sind auch Expert:innen des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum sowie der Tierärztlichen Hochschule Hannover an der Rettung beteiligt.

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Schaulustige behinderten Rettungsmaßnahmen

Unklar bleibt, wieso der Wal in der Lübecker Bucht gestrandet ist. ITAW-Expertin Stephanie Groß erklärte, er könne verletzt oder krank sein, möglicherweise auch einfach erschöpft. Auch versehentlich könnte er in den Flachwasserbereich gelangt sein.

Die Nachricht vom gestrandeten Wal lockt auch viele Schaulustige an.  Allerdings blieb es teilweise nicht beim einfachen Zuschauen aus der Ferne. Die Rettungsmaßnahmen sind nach Angaben des Bürgermeisters Sven Partheil-Böhnke vereinzelt behindert worden. Er forderte Schaulustige auf, die Maßnahmen rund um das gestrandete Tier nicht zu stören.

Menschen haben demnach beispielsweise am Montag (23. März)versucht, sich dem Tier mit Ruder- und Schlauchbooten zu nähern oder Absperrungen zu umgehen. Ihnen sei offenbar egal, was das mit dem Wal mache, kritisierte Partheil-Böhnke. Er verurteilte die Aktionen und appellierte an die Öffentlichkeit, das Tier in Ruhe zu lassen. Solche Annäherungsversuche versetzten den Wal in Panik und erschwerten die ohnehin komplexen Rettungsmaßnahmen.


Wal wurde wohl bereits mehrfach gesehen

Ein Polizeisprecher hatte bereits am Montagvormittag mitgeteilt, man wolle mit allen möglichen Mitteln versuchen, das Tier an einen Ort zu bringen, wo es wieder schwimmen könne. Doch "das gestaltet sich natürlich schwierig".

Schon seit einiger Zeit wurden Walsichtungen an der Ostsee gemeldet, erstmals Anfang des Monats im Wismarer Hafen. Damals hatte sich der Wal in einem Netz verfangen, Einsatzkräfte halfen, ihn weitgehend davon zu befreien. Laut Polizei wird davon ausgegangen, dass es sich um das gleiche Tier handelt. Weitere Netzreste wurden vergangenen Freitag (20. März) vor Travemünde von Sea Sheperd entfernt, wie die Organisation mitgeteilt hatte.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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