Behörden bereits bekannt

Vor Anschlagsdrohung in ICE: Tatverdächtiger soll Mail an Medien verschickt haben

Veröffentlicht:

von dpa

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Brandanschlag: Bundesanwalt übernimmt

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In einem ICE zwischen Aachen und Frankfurt hat ein 20-Jähriger am Donnerstagabend mit einem Anschlag gedroht und Knallkörper gezündet. Nun sitzt er in U-Haft. Vor seiner Tat soll ein Schreiben an zahlreiche Medienhäuser verschickt haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • In einem ICE hat ein Mann zwölf Passagiere verletzt.

  • Er soll Knallkörper gezündet und mit einem Anschlag gedroht haben.

  • Kurz vor seiner Tat hat der Mann eine Email an zahlreiche Medienhäuser versendet.

Unmittelbar vor dem Wurf von Sprengkörpern in einem ICE soll der Tatverdächtige eine E-Mail an mehrere deutsche Medienhäuser geschickt haben. Die Mail sei am Donnerstagabend gegen 20.50 Uhr verschickt worden, sagte eine Sprecherin der ermittelnden Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf.

Zum Inhalt des Schreibens könne sie wegen der laufenden Ermittlungen keine Angaben machen, sagte die Sprecherin weiter. Es werde davon ausgegangen, dass der 20-Jährige bereits unmittelbar nach dem Versenden der Mail mit der Tat begonnen habe. Der Notruf sei gegen 20.54 Uhr eingegangen.

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

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Zwölf Menschen verletzt

Die Knallkörper waren laut Generalstaatsanwaltschaft mit kleinen Plastikkugeln gefüllt, die durch den Waggon flogen und elf Menschen leicht verletzten. In einer Mitteilung der Polizei hieß es, dass ein weiterer Mensch vermutlich ein Knalltrauma erlitten habe. Kräfte der Bundespolizei hatten den Deutschen am Bahnhof Siegburg festgenommen, die Generalstaatsanwaltschaft und der Staatsschutz der Bonner Polizei haben die Ermittlungen übernommen.

Ein Ermittlungsrichter erließ gegen den jungen Mann am Freitagnachmittag Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und der Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Hinweise auf psychische Erkrankung

Das Motiv für die Tat ist nach Angaben der Ermittler noch unklar. Einerseits gibt es laut Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Erkenntnisse, dass der Mann politisch "dem rechten Spektrum zuzuordnen" sei. Andererseits gebe es auch Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes. Er sei in der Vergangenheit schon strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Bei dem Beschuldigten waren am Donnerstagabend zwei Messer, eine Maske und zwei frei verkäufliche Rauchkörper gefunden worden. Nach Angaben der Bundespolizei aus der Nacht hatte er mit einem Anschlag in dem Zug gedroht.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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