Filmfestspiele
Wird Tricia Tuttle abgelöst? Berlinale-Sondersitzung nach Gaza-Eklat
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von Christopher SchmittBei einer einberufenen Sitzung wird es um die Zukunft der Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gehen. (Archivbild)
Bild: Christoph Soeder/dpa
Einem Medienbericht zufolge soll Tricia Tuttle als Berlinale-Chefin abgesetzt werden. Kulturstaatsminister Weimer hat nach kontroversen Statements eine außerordentliche Sitzung zum Filmfestival einberufen.
Die Berlinale ging mit der Vergabe des "Goldenen Bären" zu Ende, doch die politische Dimension hallt nach. Nun hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eine außerordentliche Sitzung zur Ausrichtung der Berlinale einberufen, die am Donnerstagvormittag (26. Februar) stattfinden soll. Dies bestätigte sein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wie "Bild" berichtet, soll Tricia Tuttle als Chefin des Filmfestivals abgelöst werden.
Doch es geht nicht nur um mögliche personelle Veränderungen. So soll es eine Aussprache zur Ausrichtung der Filmfestivals geben, erklärte der Sprecher. "Zu weiteren Spekulationen äußern wir uns nicht", teilte er gegenüber der dpa mit. Von Seiten der Berlinale gab es Stand Mittwoch (25. Februar) 14:30 Uhr keine Stellungnahme.
Auf Weimers Initiative kommen die Führungsgremien der für die Berlinale zuständigen Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB) zusammen. Der Kulturstaatsminister sitzt dem Aufsichtsrat vor.
Dankesrede sorgte für Eklat auf der Bühne
Weimer hatte nach der Berlinale-Preisverleihung gesagt: "Die Pali-Aktivistenszene hat auf der Berlinale mit Israel-Hass, Aggressivität und Bekenntnisnötigungen ihre hässliche Fratze gezeigt." Jury-Arbeiten und Preisverleihungen seien für "politische Destruktion" missbraucht worden.
"Bild"-Informationen zufolge sind die propalästinensischen Auftritte auf der Berlinale Grund für die Sondersitzung. Bei den Filmfestspielen durfte der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib einen Preis für das beste Spielfilmdebüt für "Chronicles from the Siege" entgegennehmen. In seiner Dankesrede kritisierte er die Haltung der Bundesregierung im Gaza-Krieg scharf. Alkhatib warf ihr vor, Partner eines "israelischen Genozids" in Gaza zu sein.
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