Bis zu 23 Grad

Temperaturrekord erwartet: So wird das Wetter zum Wochenende

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

Bei frühlingshaftem Wetter lockt am Wochenende ein Spaziergang im Grünen.

Bild: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn


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Das Thermometer klettert auf über 20 Grad und die ersten Eisdielen öffnen ihre Türen. Welche Sorte im Trend liegt und ob beim Sonnenbad ein Sonnenbrand zu befürchten ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Freitag (27. Februar) werden am Oberrhein Temperaturen von bis zu 23 Grad erwartet – möglicherweise ein neuer Temperaturrekord für den Februar.

  • Die Eissorte des Sommers heißt "Pinocchio", hat dabei aber nichts mit dem beliebten Kindereisbecher zu tun.

  • Meteorolog:innen beklagen einen zu milden Winter – so warm wie am Freitag soll es vorerst aber nicht mehr werden.

Noch vor kurzer Zeit kämpften Teile Deutschlands mit Eis und Schnee, jetzt sind Frühlingsgefühle angesagt: Bis zu 23 Grad könnte das Thermometer am Freitag (27. Februar) mancherorts anzeigen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist die Chance dafür am Oberrhein am höchsten.

"Damit ist es wahrscheinlich, dass an einigen Orten neue Rekorde für den Monat Februar aufgestellt werden", so der DWD. Der bisherige Temperaturrekord für einen Februar in Deutschland wurde bislang im Jahr 1900 in Jena gemessen – mit 23,1 Grad.

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Dem Winter eine lange Nase drehen: "Pinocchio"-Eis

Bei diesen Wetteraussichten dürfte die ein oder andere Eisdiele ihre Türen öffnen. Welche Sorten in diesem Jahr im Trend sind, weiß Annalisa Carnio, Sprecherin des Verbandes der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland (Uniteis).

Der Verband kürt jährlich eine andere Kreation zur Eissorte des Jahres. 2026 lautet deren Name "Pinocchio". Mit dem Eisbecher in Form der Kinderfigur habe sie nichts zu tun, erklärt Carnio: Die neue "Pinocchio"-Neuschöpfung sei eine Melange aus Milcheis und Erdbeersorbet, verziert mit in Schokolade getunkten Grissini.

Dass das Eis zum dauerhaften Renner in der örtlichen Eisdiele wird, ist laut Carnio eher unwahrscheinlich: "In Deutschland ist das Publikum konservativ." Exotische Eissorten würden zwar gerne probiert, Jahr für Jahr gehören aber die gleichen Sorten zu den Favoriten:

  • Erdbeere

  • Vanille

  • Schokolade

  • Haselnuss

  • Stracciatella

Im Sommer gehe der Trend laut Carnio eher zu Fruchteissorten und Sorbets wie Zitrone oder Mango.

Frühlingsgefühle ohne Sonnenbrandgefahr

Dass die Sonne und die milden Temperaturen zu Frühlingsgefühlen und mehr Energie führen, ist kein Märchen, wie der Bio- und Umweltmeteorologe Andreas Matzarakis erklärt. Im Winter bildet der Körper verstärkt ein Hormon, das unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert: Melatonin.  "Wenn es dunkel ist, wollen wir ja schlafen", sagt Matzarakis.

Je mehr die Anzahl der Sonnenstunden steigt, desto mehr schwenkt die körpereigene Produktion auf Vitamin D um. Das damit verbundene Glückshormon Serotonin sorgt dafür, dass "wir aufwachen, damit wir viel aktiver sind und viel mehr Energie haben", so Matzarakis.


Trotzdem bedeutet das plötzliche Frühlingswetter nicht, dass sich alle besser fühlen. Faktoren wie der allgemeine Gesundheitszustand, Ernährung, Stress im Alltag oder chronische Erkrankungen spielen laut dem Wissenschaftler eine Rolle.

In Regionen mit hoher Luftbelastung oder bei starkem Pollenflug fühlen sich Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Pollenallergie belastet. "Wenn jemand betroffen ist, umso schwieriger ist es, sich auf die neue Situation einzustellen", sagt Matzarakis.

Ein Sonnenbad zu nehmen, dürfte jetzt noch ohne Reue möglich sein: "Das dauert noch drei, vier Wochen, bis die Sonne so stark ist, dass man eher die negativen Aspekte betrachtet." Mit einem Sonnenbrand sei jetzt noch nicht zu rechnen.


Bleibt das Frühlingswetter?

Trotz aller Vorfreude auf den meteorologischen Frühlingsbeginn am Sonntag (1. März) zeigen sich  Meteorolog:innen besorgt über die Bilanz des Winters. Denn dieser war trotz des vorübergehenden Schneechaos in weiten Teilen Deutschlands insgesamt wieder deutlich zu warm. Auch Niederschlag habe es nicht genug gegeben, sagt Meteorologe Andreas Walter: "Der Schnee bleibt halt lange liegen, aber der fällt nur ein Mal."

Die 20-Grad-Marke wird so schnell wahrscheinlich nicht nochmal geknackt: Ab Samstag (28. Februar) liegen die Höchstwerte im Osten bei 19 Grad bei heiterem Wetter. Im Westen und Nordwesten könnte es hingegen regnen. Am Sonntag sinken die Temperaturen weiter auf sieben bis 13 Grad im Norden und zehn bis 15 Grad im Rest von Deutschland bei Wolken und vereinzeltem Regen.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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