Traurige Gewissheit
Nach tagelanger Suche in Kissing: Vermisster tot aus Auensee geborgen
Aktualisiert:
Die Suche nach dem Vermissten im Auensee soll am Mittwoch (7. August) fortgesetzt werden. (Symbolbild).
Bild: Adobe Stock
Bei einer großangelegten Suche am Auensee in Schwaben finden Helfer einen 72-jährigen Toten im Wasser. Die Polizei geht von einem Badeunfall aus. Passanten hatten die Suche ausgelöst.
Die Suche nach einem seit Sonntag (4. August) vermissten Mann am Kissinger Auensee war für die Rettungskräfte zu einer immer größeren Herausforderung geworden. Zeitweise wurde der See für Badegäste gesperrt. Nun herrscht traurige Gewissheit: Die Polizei hat den 72-Jährigen tot im Wasser gefunden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Nach eigenen Angaben gehen die Beamten davon aus, dass es sich um den Vermissten handelt, der seit Sonntag gesucht wurde. "Wir gehen von einem Unfallgeschehen aus", sagte eine Polizeisprecherin zu den Hintergründen.
Suche nach Vermisstem gestaltete sich schwierig
Nachdem am Sonntag (4. August) ein aufmerksamer Badegast bemerkte, dass ein Handtuch längere Zeit herrenlos am Strand lag, habe dieser die Wasserwacht alarmiert, berichtete die "Friedberger Allgemeine". Mittels Lautsprecherdurchsagen sei zunächst versucht worden, den Eigentümer des Handtuchs und der dort gefundenen Wertsachen ausfindig zu machen. Daraufhin hätten Rettungskräfte den See durchsucht, um die vermisste Person zu finden, mussten aber ohne Erfolg aufgeben.
Auch am darauffolgenden Montag (5. August) habe die Suche am Abend abgebrochen werden müssen. Ein Großaufgebot an Spezialkräften vor Ort, darunter Spürhunde, Hubschrauber, Drohnen, Boote und Taucher, hatten den vermissten Mann nicht finden können.
Die Identität des vermissten Mannes wurde von der Polizei bisher nicht bekannt gegeben. Im Umfeld der Person werde parallel ermittelt. Laut Karl Schreiner, Leiter der Polizeidienststelle Friedberg und Einsatzleiter vor Ort, gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass sich der Mann anderswo aufhält. Der Mann habe sein Handtuch, seinen Ausweis, Schlüssel und sein Fahrrad am Ufer zurückgelassen.
Badeverbot aufgrund der Vermisstensuche
Die Gemeinde Kissing hatte auf Anweisung der Polizei eine Allgemeinverfügung erlassen, so der Bericht. Bis einschließlich Donnerstag (8. August) sollte am Kissinger Auensee ein Badeverbot gelten. Das Ostufer des Sees sei vom örtlichen Bauhof abgesperrt, Hinweisschilder seien aufgestellt worden.
Laut Polizei sollte am Mittwoch (7. August) ein Polizeitaucher gezielt einige Punkte absuchen, an denen zuvor Spürhundeangeschlagen hatten. Schreiner hatte betont, dass dies der letzte Schritt sein werde, nachdem alle anderen möglichen Maßnahmen bereits ergriffen worden seien. "Dann haben wir alles gemacht, was möglich ist", wird der Leiter der Polizeidienststelle Friedberg zitiert.
Auch außerhalb der offiziellen Suchzeiten seien Polizeistreifen sowohl zu Fuß als auch mit einer Drohne im Einsatz gewesen. Die Wasserwacht unterstützte die Suche mit Booten, um Randbereiche abzusuchen, an denen eine eventuelle Leiche angeschwemmt worden sein könnte.
Der Kissinger Auensee ist an vielen Stellen von Schilf, Gräsern und Weiden mit Wurzelwerk umgeben, was die Suche erschwert.
Verwendete Quellen:
Friedberger Allgemeine: "Vermisstensuche im Kissinger Auensee: Badeverbot bis Donnerstag"
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