Gewerbekomplex in Flammen
Stuttgarter Großmarkt brennt: Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Flammen
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von Claudia Scheele:newstime
Jugendfeuerwehr so beliebt wie nie
Videoclip • 01:38 Min • Ab 12
Auf dem Stuttgarter Großmarkt stehen zwei Hallen in Vollbrand. Mehr als 200 Einsatzkräfte sind im Einsatz, der Schaden dürfte sehr hoch ausfallen.
Ein Großbrand auf dem Stuttgarter Großmarkt hat in der Nacht zum Samstag (4. Juli) einen der größten Feuerwehreinsätze der vergangenen Jahre in der Landeshauptstadt ausgelöst. Zwei Hallen im Stadtteil Wangen standen nach Angaben der Feuerwehr komplett in Flammen. Auch nach stundenlangem Einsatz war das Feuer am Morgen noch nicht unter Kontrolle.
Feuerwehrsprecher Daniel Anand sprach von einem "außergewöhnlichen Ereignis". Einen Brand dieser Größenordnung habe es in Stuttgart seit Jahren nicht gegeben. Die Flammen drohten zwischenzeitlich weiter auf benachbarte Lagerhallen überzugreifen. Nach ersten Einschätzungen der Polizei ist von einem sehr hohen Sachschaden auszugehen.
Hallen teils einsturzgefährdet
Mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und Technischem Hilfswerk waren vor Ort. Angaben über Verletzte gab es zunächst nicht. Weil Teile der brennenden Gebäude einsturzgefährdet sind, konnten die Einsatzkräfte die Hallen nicht betreten.
Das Technische Hilfswerk begann deshalb laut Feuerwehr, mit einem Bagger Teile der Hallen kontrolliert abzureißen. Was genau in den betroffenen Gebäuden gelagert war, blieb zunächst unklar. Auf dem Großmarkt sind nach Angaben des Betreibers mehr als 100 Import- und Großhandelsfirmen ansässig, die unter anderem Obst, Gemüse und Blumen an Hotels, Gastronomie und andere Gewerbekunden liefern. Der Standort gilt als drittgrößter Handelsplatz für frische Waren in Deutschland.
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Wasser aus dem Neckar und Warnung wegen Rauch
Um genug Löschwasser bereitzustellen, pumpte die Feuerwehr in der Nacht auch Wasser aus dem nahegelegenen Neckar. Zusätzlich wurden lange Schlauchleitungen zu weiter entfernten Hydranten gelegt und mehrere Fahrzeuge mit großen Wassertanks zur Einsatzstelle geschickt. Mit Drehleitern versuchten die Kräfte, den Brand aus mehreren Richtungen einzudämmen.
Über dem Industriegebiet stand in der Nacht eine große Rauchwolke. Die Feuerwehr warnte deshalb Menschen in einem Umkreis von vier Kilometern, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Für die Bevölkerung bestehe nach bisherigen Messungen aber keine Gefahr, sagte Sprecher Anand. Zwar könne es zu Geruchsbelästigung kommen, auffällige Schadstoffwerte seien bislang jedoch nicht festgestellt worden.
Um den Schaden zu begrenzen, wurden außerdem geparkte Lastwagen aus dem Gefahrenbereich weggefahren. Wie hoch der Sachschaden am Ende tatsächlich sein wird, war am Morgen noch nicht seriös zu beziffern.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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