Golla, Knorr und Co.

Silber für DHB-Team: Diese Prämie bekommt die deutsche Mannschaft

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat am Sonntag (1. Januar) das EM-Finale gegen Dänemark verloren. Wie viel Prämie hätte es für den Titel gegeben? Und was verdient man eigentlich als Profi-Handballer?

Das Wichtigste in Kürze

  • Für den EM-Titel beim Turnier in Dänemark, Norwegen und Schweden hätte das DHB-Team eine Prämie von bis zu insgesamt 600.000 Euro erhalten.

  • Dabei handelt es sich um eine Rekordprämie für eine Handball-Europameisterschaft – für den Gruppensieg sowie das Erreichen des Halbfinals gab es bereits Geld.

  • Spitzenverdiener im DHB-Team ist wohl Torwart Andreas Wolff, Juri Knorr sollte mit seinem Wechsel nach Dänemark einen großen Gehaltssprung gemacht haben.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason musste sich im EM-Finale dem großen Favoriten Dänemark geschlagen geben und holte mit einem Endstand von 27:34 Silber. Für den ganz großen Wurf hat es diesmal also nicht gereicht, nach 2004 und 2016 wäre es der dritte Weltmeistertitel für das DHB-Team gewesen.

Der sportliche Erfolg hätte sich für Johannes Golla, Juri Knorr und Co. auch finanziell ausgezahlt: Wäre Deutschland am 1. Februar im dänischen Herning Europameister geworden, beliefen sich die Prämien für das Team nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) auf insgesamt auf 575.000 Euro. Noch nie gab es für einen EM-Sieg so viel Geld.

"Diese vom Präsidium bestätigte Prämienregelung verhandelte Sportvorstand Ingo Meckes mit dem Mannschaftsrat. Diesen bilden Kapitän Johannes Golla sowie Andreas Wolff und Julian Köster", heißt es vonseiten des DHB. Laut Meckes trage man mit der Summe der Wertigkeit der Europameisterschaft sowie der anspruchsvollen Vorrundengruppe mit Spielen gegen Österreich, Serbien und Spanien Rechnung.

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Damit wurden die Prämien deutlich angehoben. Für den EM-Titel hätte die Mannschaft zwar 575.000 Euro bekommen, was sich ab 20 eingesetzten Spielern auf 600.000 Euro und somit knapp 32.000 bis 30.000 Euro pro Spieler erhöht hätte. Die nun erreichte Silbermedaille wird aber immerhin noch mit 430.000 Euro vergütet, der dritte Platz wäre 300.000 Euro wert gewesen.

Für den Einzug ins Halbfinale hat das DHB-Team bereits 180.000 Euro kassiert. Eingerechnet ist hierbei bereits die Prämie in Höhe von 50.000 Euro, die für den Gruppensieg ausgeschüttet wurde.

Die Gehälter der DHB-Stars

Doch was verdienen die Handballer in ihren Klubs? Unter den Teamkollegen war Keeper Andreas Wolff Anfang vergangenen Jahres der Topverdiener. Laut "Stern" erhält Deutschlands Nummer 1 im Tor beim THW Kiel 50.000 Euro brutto. Auf Platz zwei rangierte Kapitän Johannes Golla, der sein Geld noch bis Mitte des Jahres bei der SG Flensburg-Handewitt verdient, mit 48.000 Euro.

Timo Kastening landete Anfang 2025 mit 32.000 Euro auf dem dritten Platz, er spielt aktuell beim MT Melsungen, gefolgt von Julian Köster (VfL Gummersbach) mit 28.000 Euro. Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf) nahm 23.000 Euro pro Monat mit nach Hause.

Spielmacher Juri Knorr verdiente bei den Rhein-Neckar Löwen 2025 noch 28.000 Euro, seit seinem Wechsel zum dänischen Spitzenklub Aalborg Haandbold sollte der 25-Jährige jedoch zu Deutschlands Spitzenverdienern gehören.

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Verwendete Quellen

Sportschau.de: "Halbfinale gesichert! Knorr wirft Deutschland zum Sieg"

RND: "So viel verdienen die deutschen Handballer bei einem EM-Sieg"

Handball World: "Rekordprämie für DHB-Team möglich"

Stern: "So viel Geld verdienen die deutschen Handballer bei ihren Klubs"

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