Statistisches Bundesamt

Reisen wird teurer: Preise für Flugtickets und Pauschalurlaube schnellen nach oben

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von Marie-FInn Bruker

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Die verrücktesten Strandregeln an Urlaubsorten (9. Juli)

Videoclip • 01:20 Min • Ab 12


Dieses Jahr schon in den Urlaub geflogen? Für viele Reisende wurde das spürbar teurer: Die Preise für Flug- und Pauschalreisen sind im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Welche Reiseziele besonders betroffen sind – und ob die neue Steuersenkung Passagier:innen entlasten könnte.

Fernweh hat 2026 seinen Preis: Ganze 8,5 Prozent kosteten Flugreisen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies meldet das Statistische Bundesamt.

Reisende nach Mitteleuropa mussten besonders tief in die Tasche greifen: Für die Economy-Klasse gab es hier den größten Preisaufschlag von 12,5 Prozent, gefolgt vom europäischen Ausland mit einem Plus von 11,5 Prozent. Auch Flüge nach Asien, Australien und Nordamerika waren in den letzten Monaten teuer. Flugreisende nach Afrika kamen den Angaben zufolge vergleichsweise günstig weg.

Auch die Preise für Pauschalurlaube stiegen laut Statistischem Bundesamt weiter an, allerdings etwas moderater: Auslandsreisen 3 Prozent und 2,8 Prozent innerhalb Deutschlands. Kostspielig wurde es vor allem für Ägypten-Urlauber:innen mit einem Zuschlag von 5,3 Prozent sowie bei der Buchung von All-inclusive-Aufenthalten auf den Kanaren (+ 4,6 Prozent) und den Balearen (+ 3,6 Prozent). Das Komplettpaket in der Türkei (+ 1,3 Prozent) oder Griechenland (+ 0,2 Prozent) blieb dabei preislich stabiler.

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Niedrigere Luftverkehrsteuer: Wird es ab 1. Juli billiger?

Urlaub ist nicht nur in diesem Jahr teurer geworden: Schon in den Vorjahren waren Flugtickets und Pauschalreisen teilweise deutlich stärker im Preis gestiegen als das allgemeine Inflationsniveau. Kostentreiber sind dabei etwa die gestiegenen Kerosinpreise oder Angebotsknappheit an deutschen Flughäfen.

Im Zuge der vom Bundestag beschlossenen Absenkung der deutschen Luftverkehrsteuer sollten Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge ab 1. Juli billiger werden. Ob diese steuerliche Entlastung auch bei den Passagier:innen ankommt, ist unsicher. Die Fluggesellschaft Eurowings räumte etwa ein, dass Kostensteigerungen unter anderem für Kerosin die Steuersenkung schnell überlagern könnten. Weiter gab die Lufthansa-Tochter im Juni bekannt, die Absenkungen nicht vollständig an ihre Kund:innen weiterzugeben.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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