Vor Wochen gestrandet

Buckelwal Timmy sendet weiter Lebenszeichen – wie schlecht steht es um das Tier?

Aktualisiert:

von Anne Funk, Christopher Schmitt

:newstime

Zustand von gestrandetem Wal schlecht

Videoclip • 28 Sek • Ab 12


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Schon seit Wochen kämpft der vor der Ostseeküste gestrandete Buckelwal Timmy ums Überleben. Der aktuelle Stand zur beinahe hoffnungslosen Lage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Weiterhin gibt Buckelwal Timmy vor der Ostsee-Insel Poel Lebenszeichen von sich.

  • Auf einer Wärmebildkamera ist zu erkennen, dass das Tier regelmäßig Luft ausstößt.

  • Am Dienstagmorgen (14. April) finden weitere Beratungen statt.

Buckelwal Timmy ist nach wie vor am Leben. "Die Lage ist unverändert", erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums am Dienstagmorgen (14. April) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Die Streifen konnten in der Nacht nicht feststellen, ob der Wal noch atmet. Aber über den Stream sieht man, dass er noch atmet." Nach wie vor ist der Wal vor der Ostsee-Insel Poel gestrandet.

Ein Wärmekamerabild des Nachrichtenportals "News 5" zeigt den Wal, der in regelmäßigen Abständen Luft ausstößt, orange eingefärbt. Die Luftstöße lassen sich auf dem Bild deutlich erkennen.

Am Morgen sollte in weiteren Runden und Besprechungen zum Buckelwal beraten werden. Details nannte der Sprecher jedoch nicht.


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In der Nacht keine neuen "Retter"-Aktionen

Mehrere Teilnehmer:innen einer Demonstration für den gestrandeten Wal waren am Montagabend (13. April) in den Sperrbereich eingedrungen. Rund 50 Menschen hatten sich zu der Demonstration zusammengefunden.

In der Nacht auf Dienstag habe es laut dem Sprecher jedoch keine weiteren Aktionen gegeben. Alles sei ruhig geblieben. Die Polizei hatte rund um die Bucht, in der das Tier im Sterben liegt, alle Zugänge zum Wasser abgesperrt.

Erfolgloser Rettungsversuch am Wochenende

Am Wochenende hatte es einen erneuten Rettungsversuch gegeben, leider erfolglos. Indem die eigenen Walgesänge des Tiers unter Wasser abgespielt wurden, versuchte man, den Wal zu ermutigen, sich selbst zu befreien. Hintergrund war, dass Timmy in den Nächten zuvor starke Walgesänge von sich gegeben hatte.

Rechtliche Konsequenzen für Frau?

Am Sonntagabend (12. April) war es bereits zu einem Vorfall in der Nähe des Buckelwals gekommen. Eine Schwimmerin wurde aus dem Wasser geholt, nachdem sie nach derzeitigen Erkenntnissen zuvor von einer Fähre in die Ostsee gesprungen war, hatte eine Polizeisprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärt.

"Bild" hatte zunächst davon berichtet. Die Frau habe einen Neoprenanzug getragen. Es werde aber dennoch überprüft, ob sie eine Unterkühlung hat, sagte die Sprecherin. "Es ist kalt im Wasser - auch mit Neopren." Rechtliche Konsequenzen würden geprüft.

Private Initiativen zu möglichen Rettungsmaßnahmen für den Wal scheiterten bislang vor dem Schweriner Verwaltungsgericht. Der Antrag einer Organisation, der darauf abzielte, unverzüglich alle geeigneten und erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, um den Wal zu retten, wurde mit Beschluss vom vergangenen Freitag (10. April) abgelehnt, so eine Gerichtssprecherin. Für die Organisation komme die Erhebung einer tierschutzrechtlichen Verbandsklage mangels gesetzlicher Grundlage nicht in Betracht.

Es habe zudem bis zum vergangenen Freitag sieben weitere, den Wal betreffende Verfahren von Privatpersonen gegeben, die abgelehnt wurden. Begründet wurde die jeweilige Ablehnung mit der Unzulässigkeit des Antrags mangels Antragsbefugnis. Das heißt, dass dem Antragsteller kein Anspruch auf die begehrte behördliche Maßnahme zusteht.

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Bundespräsident Steinmeier sucht den Austausch

Über den gestrandeten Buckelwal will sich auch das deutsche Staatsoberhaupt informieren. Im Rahmen eines ohnehin geplanten Besuchs des Ozeaneums in Stralsund plant Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag (16. April) einen Austausch mit Expert:innen über den Wal, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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