Während Sturm

Spanien: Erneutes tödliches Zugunglück

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

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Wieder Zug in Spanien verunglückt

Videoclip • 28 Sek • Ab 12


Zwei Tage nach dem tödlichen Zugunglück sorgt ein heftiger Sturm für neue Unfälle. Der Lokführer eines Regionalzugs kommt dabei ums Leben.

Ein weiterer Bahnunfall erschüttert am Dienstagabend (20. Januar) Spanien. Nahe Gelida westlich von Barcelona stürzte eine Stützmauer auf die Gleise und traf einen Nahverkehrszug. Ursache des Unglücks war vermutlich ein heftiger Sturm. Ein 28-jähriger Lokführer in Ausbildung kam dabei ums Leben. Von den Passagier:innen wurden 37 verletzt, fünf erlitten schwere Verletzungen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet, entgleiste wegen eines Erdrutsches während des Sturms ein weiterer Nahverkehrszug nahe dem Ort Blanes. Der Zug wurde beschädigt, Berichte über Verletzte gebe es jedoch nicht. Aufgrund des Unwetters galt in Teilen von Katalonien die Alarmstufe rot. Der Zugverkehr in der Region wurde vorerst ausgesetzt, um die beschädigte Infrastruktur zu untersuchen.

Unglück bei Adamuz: Suche nach Opfern geht weiter

Am Sonntag (18. Januar) war ein Hochgeschwindigkeitszug bei Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba entgleist. Ein entgegenkommender Zug stieß frontal mit ihm zusammen. Dabei kamen mindestens 42 Menschen ums Leben, 25 von ihnen sind bislang identifiziert worden.

An der Unglücksstelle wird am Mittwoch (21. Januar) weiter nach Opfern gesucht. Insgesamt sind laut dem regionalen Gesundheitsminister Antonio Sanz 43 Menschen als vermisst gemeldet. Im Fokus stehen die Trümmer zweier Waggons, die beim Unfall eine vier Meter hohe Böschung hinuntergestürzt und dabei völlig zerstört worden waren.

Das Auswärtige Amt (AA) in Berlin gibt an, dass unter den Betroffenen auch Deutsche sind. Ob es sich um Tote oder Verletzte handelt, ist noch unklar.

Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska will zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die Unfallursache spekulieren. Sabotage sei jedoch ausgeschlossen. Technische Ursachen, wie ein Gleisschaden oder ein Mangel an einem der Züge, würden derzeit ermittelt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

SZ: "Ein Toter und Verletzte bei erneutem Zugunglück in Spanien"

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