Nach heftigen Regenfällen
Mülllawine begräbt Menschen auf Philippinen unter sich - ein Toter und zahlreiche Vermisste
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Tote und Vermisste bei Mülllawine auf den Philippinen
Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
Ein vom Regen aufgeweichter Müllberg begrub in einer philippinischen Stadt Menschen und Gebäude unter sich. Auch in der Nacht suchten Rettungskräfte noch nach Vermissten.
Das Wichtigste in Kürze
Am Donnerstag (8. Januar) begrub ein Müllberg in einer philippinischen Stadt zahlreiche Menschen unter sich – eine Person starb, dutzende werden noch vermisst.
Die Stadtverwaltung sieht anhaltende Regenfälle als Ursache des Unglücks.
Offene Mülldeponien gelten in den Philippinen als Problem – vor mehr als 25 Jahren hat es schon einmal eine ähnliche Mülllawine mit 200 Toten gegeben.
Auf einer Mülldeponie auf den Philippinen ist am Donnerstag (8. Januar) ein Müllberg ins Rutschen geraten. Durch die Lawine wurden zahlreiche Menschen mitgerissen, Häuser und die angrenzende Recyclinganlage wurden von ihr begraben. Mindestens eine Person starb, viele weitere wurden verletzt. Mindestens 34 weitere gelten weiterhin als vermisst. Die meisten von ihnen seien Mitarbeiter:innen der Deponie. Nach ihnen wurde auch in der Nacht weitergesucht.
Nach Informationen der "Tagesschau" sollen bereits mehr als 60 Menschen aus den Trümmern befreit worden sein. Zwölf von ihnen befinden sich laut dem Bürgermeister von Cebu City, Nestor Archival, in medizinischer Behandlung. Die Stadt, in der sich das Unglück ereignete, liegt rund 560 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.
Regenfälle gelten als Ursache
Nach Angaben der Stadtverwaltung hätten anhaltende Regenfälle den Müllberg instabil gemacht. Auf sozialen Netzwerken verbreiteten sich Aufnahmen, die das eingestürzte Dach der Recyclinganlage sowie weit verstreuten Müll zeigten. Nach dem Unglück war eine Staubwolke über dem Gebiet zu sehen, Schreie und Weinen von Kindern waren zu hören.
Auf den Philippinen gelten offene Mülldeponien schon lange als Risiko. So geriet im Juli 2000 ein Müllberg im Großraum Manila ebenfalls nach Starkregenfällen ins Rutschen. Dabei kamen 200 Menschen ums Leben. Die Regierung beschloss zwar strengere Sicherheitsregeln, diese gelten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber als nicht ausreichend.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Tagesschau: "Tote und Vermisste nach Einsturz von Müllberg"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Erklärung veröffentlicht
Konflikt um Grönland: Europäer wollen sich gemeinsam gegen Trumps Zolldrohung wehren

Konflikt um Arktisinsel
Nach Trumps Zoll-Drohung: Bundeswehr verlässt Grönland wieder

Auszeichnungen
SPD zeichnet Verfassungsrechtlerin Brosius-Gersdorf aus

Strafzölle wegen Grönland
Klingbeil: Deutschland darf sich von Trump nicht erpressen lassen

Schockierende Opferzahlen
Bis zu 18.000 Tote: Neue Hinweise auf das Ausmaß der Iran-Proteste

Helau und Alaaf
Der Rosenmontag 2026 rückt näher: Ist der Feiertag der Narren ein echter Feiertag?
